Aachen: Friedenspreis: Margot Käßmann spricht die Laudatio

Aachen : Friedenspreis: Margot Käßmann spricht die Laudatio

Das weltweite Flüchtlingsdrama ist auch für den diesjährigen Aachener Friedenspreis das beherrschende Thema. Am Dienstag, 1. September, werden in der Aula Carolina zwei afrikanische Initiativen, die sich auf ganz unterschiedliche Art mit den Folgen von Not, Armut und Krieg auseinandersetzen.

Umrahmt wird die Feierlichkeit von einem kleinen Begleitprogramm, das bereits am Sonntag beginnt.

Ausgezeichnet werden die drei marokkanischen Studenten Rakotonirina Mandimbihery Anjaralova, Lumbela Azarias Zacarias und Balorbey Théophilius Oklu, die mit ihrer Initiative in Marokko bereits vielen Flüchtlingen aus dem Innern des Kontinents das Leben gerettet haben und dafür selbst große Gefahren in Kauf nehmen.

Denn auch sie sind der Willkür der Behörden in ihrem Land ausgesetzt, denen das Leid der Flüchtlinge egal ist. Weitere Preisträger sind der Erzbischof Dieudonné Nzapalainga und Imam Oumar Kobine Layama, die in Zentralafrika mit ihrer Arbeit ein deutliches Zeichen gegen den Krieg zwischen Christen und Moslems setzen. Sie versuchen zu schlichten und zu versöhnen und setzen sich dabei selbst großen Gefahren aus.

Die Laudatio auf die beiden Initiativen wird die Theologin Margot Käßmann halten. Ein Grußwort wird Bürgermeister Björn Jansen (SPD) sprechen. Die Feier in der Aula Carolina, Pontstraße, beginnt um 19 Uhr.

Traditionell eingeleitet wird der sogenannte Antikriegstag — in Erinnerung an den Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 — von einer DGB-Kundgebung, die um 17 Uhr am Elisenbrunnen beginnt. Dort sprechen Superintendent Jens Sannig, IG-Metall-Sekretär Franz-Peter Beckers und der Flüchtling Mohamed Doré aus Guinea. Die Teilnehmer ziehen gegen 18 Uhr in einer Friedensdemonstration, die von den Aixotic Sambistas begleitet wird, vom Elisenbrunnen zur Aula Carolina.

Der Aachener Friedenspreis wird seit 1988 an Menschen und Gruppen verliehen, die sich „von unten“ in besonderer Weise für eine friedlichere Welt einsetzen. In der Regel gibt es einen nationalen und einen internationalen Preisträger, aus aktuellem Anlass weicht der Verein davon diesmal ab. Der Preis ist mit jeweils 1000 Euro dotiert. Als wichtiger wird aber die öffentliche Aufmerksamkeit angesehen, die den Preisträgern verschafft werden soll. Der Preis sei eine Werbung für die Projekte und verbessere oft auch den Schutz für die Preisträger.

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