Aachen: Friedenspreis feiert sich selbst mit einer Party

Aachen: Friedenspreis feiert sich selbst mit einer Party

In diesem Jahr wird der Aachener Friedenspreis zum 25. Mal verliehen. Für den Verein Friedenspreis Grund genug, resümierend zurückzublicken — vor allem aber, zu feiern. „Wir haben im Gründungskonzept den Vorschlag gefunden, den Friedenspreis mit einem Bürgerfest zu feiern“, sagt Tina Terschmitten aus dem Vorstand der Initiative lachend.

„Und das wollen wir nach 25 Jahren endlich einmal umsetzen.“ Für richtig gute Stimmung auf dem Hof sollen am Freitag, 12. Juli, das Schlagsaiten-Quantett, Farah Rieli und die Grooveboxx sorgen. „Da wird es richtig eng auf der Bühne“ meint Milos Sous vom Hofkeller. Die Feier des Friedenspreises fügt sich damit nahtlos an die Hofkonzerte vom 10. und 11. Juli an. „Für die Stadt ist das einfach ein schönes, dreitägiges Fest, das wir hier feiern“ freut sich Sous.

Für literarische Beiträge — um genau zu sein, Slam-Poetry — zeichnet Gerhard Horriar verantwortlich. Da wird es bestimmt nicht nur spaßig, sondern auch ein wenig politisch. „Mit Sicherheit wird er ein paar provokante Dinge bringen“, meint Darius Dunker vom Friedenspreis, „vielleicht provoziert er ja auch unsere eigenen Reihen, mal sehen.“

Nicht nur feiern

Denn nur feiern, das wäre dem Jubiläumsjahr natürlich nicht angemessen. Getrennt von der ausgelassenen Feier soll der inhaltliche Schwerpunkt im Umfeld der Friedenspreisverleihung, die wie jedes Jahr am 1. September in der Aula Carolina stattfindet, vertieft werden. Ein Symposium und ein weitaus ausführliches Rahmenprogramm sind geplant. Die genauen Termine und Beiträge stecken zwar noch mitten in der Planung, aber der Schlusspunkt steht schon fest: Am 28. September wird die Berliner Compagnie, Friedenspreisträger von 2009, in Herzogenrath ihr neues Stück aufführen.

Das Friedenspreis-Fest greift mit dem Fest also eine alte Idee der Gründer endlich auf — während andere Ideen in den letzten 25 Jahren nicht zum Tragen gekommen sind. Darüber ist Tina Terschmitten froh: „Ursprünglich war gedacht, dass der Friedenspreis eine lokale Dimension haben sollte, nur Preisträger aus der Region sollten ausgezeichnet werden.“ Doch das internationale Engagement des Gremiums hat den Friedenspreis inzwischen national und auch international bekannt gemacht. Und überlebt hat sich die Initiative der Gründer auch nach 25 Jahren auf keinen Fall, unterstreicht Vorstandsmitglied Dieter Spoo: „Wer sich heute für den Frieden engagiert, bekommt nicht unbedingt die Aufmerksamkeit der Gesellschaft. Aber auch wir Europäer sind nicht so friedlich, wie wir oft glauben, wenn man sich zum Beispiel die Frontex-Initiativen im Mittelmeer ansieht.“

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