Einschränkungen für Anwohner: „Fridays“-Großdemo bedeutet viel Arbeit für die Stadt

Einschränkungen für Anwohner : „Fridays“-Großdemo bedeutet viel Arbeit für die Stadt

Wenn am Freitag bis zu 20.000 junge Menschen für den Klimaschutz auf die Straße gehen, bedeutet das für die Stadtverwaltung eine Menge Arbeit. Die Einschränkungen für die Bevölkerung sollen sich in Grenzen halten, verspricht die städtische Pressestelle.

„Auch durch die engagierte und koordinierte Arbeit der Verwaltung mit der Aachener Polizei sollen die Beeinträchtigungen für die Bürger so gering wie möglich ausfallen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Dennoch kann es am Freitag, 21. Juni, zu massiven Einschränkungen im Straßenverkehr kommen, auch im öffentlichen Nahverkehr.

Ab spätestens 12 Uhr ist damit zu rechnen, dass sich die Demonstrationszüge vom Hauptbahnhof, von der Schanz, vom Hörsaalzentrum Carl an der Claßenstraße und von der Vaalser Straße aus in Richtung Tivoli in Bewegung setzen. Unklar ist noch, ob auch am Bahnhof Rothe Erde eine Demo startet – hier machen Stadt und Veranstalter unterschiedliche Angaben.

„Wir werden vom Donnerstagmorgen bis zum Wochenende im 24-Stunden-Dienst sein“, berichtet Armin Bergstein, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung. Seit Wochen seien viele Mitarbeiter des Amts intensiv mit den Vorbereitungen beschäftigt. An den Tagen selbst werde man rund um die Demo sowie im restlichen Stadtgebiet mit vielen Kräften vor Ort sein. Zahlreiche Kollegen hätten freiwillig auf freie Tage verzichtet. „Das spricht für eine hohe Arbeitsmoral“, so Bergstein.

Zwar werde der Veranstalter eigene Ordner zur Verfügung stellen. Darüber hinaus werden aber auch Kräfte der gesamten Freiwilligen Feuerwehr der Stadt über die Tage hinweg die Brandsicherheitswache am Tivoli-Parkhaus sicherstellen. Hier werden rund 2700 Jugendliche übernachten. „Wir sind gut aufgestellt und für alle Eventualitäten gewappnet“, sagt Bernd Geßmann, stellvertretender Leiter der Aachener Feuerwehr. Außerdem seien 200 überörtliche Einsatzkräfte angefordert worden, um die Versorgung im gesamten Stadtgebiet parallel zur Großveranstaltung wie gewohnt zu gewährleisten.

Wegen der Demo werden in der Stadt Halteverbotszonen eingerichtet: So gilt am Freitag absolutes Halteverbot am Park&Ride-Parkplatz Bahnhof Rothe Erde, entlang der Komphausbadstraße sowie an der Hubert-Wienen-Straße nahe dem Tivoli. Der Kurzzeitparkplatz am Hauptbahnhof steht von Donnerstag bis Samstag ebenfalls nicht zur Verfügung.

Dass der Vorplatz des Stadions der beste Platz für so eine Demo in Aachen ist, davon ist Oberbürgermeister Marcel Philipp überzeugt. Die Außenbereiche würden für die jungen Leute geöffnet, damit sie die sanitären Anlagen des Stadions nutzen können. Doch die Ränge und natürlich der Rasen bleiben während des Wochenendes gesperrt.

Vor und während des Einsatzes wird die Polizei aktuelle Informationen unter www.aachen.polizei.nrw.de veröffentlichen. Außerdem schaltet die Stadt ihr Bürgertelefon unter 0241-957721013 frei.

(red)
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