"Fridays for Future": Schüler aus Europa wollen in Aachen demonstrieren

Thunberg unterstützt den Aufruf : Schüler aus ganz Europa wollen in Aachen demonstrieren

Die Bewegung „Fridays for Future“ plant Großes in Aachen. Am 21. Juni wollen in der alten Kaiserstadt erstmals Schüler aus ganz Europa gemeinsam für einen besseren Klimaschutz demonstrieren.

Der Aufruf zu dem internationalen Streiktag ist auch von der Ikone der Bewegung, der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg, unterschrieben.

„Wie viele Schüler zu der Aktion kommen werden, lässt sich momentan nur schwer abschätzen“, erklärt Rosalie Münz (19), eine der Organisatorinnen des Klimastreiks in Aachen. „Aber es werden sicherlich Tausende sein.“ Denn bereits jetzt hätten Gruppen aus Deutschland, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Italien, Großbritannien, Österreich, Dänemark, den Niederlanden und der Schweiz ihre Teilnahme zugesagt. „Die Klimakrise kümmert sich nicht um Landesgrenzen und wir auch nicht“, heißt es in dem Aufruf der Schüler.

Um dies zu unterstreichen, haben sie sich bewusst für das Dreiländereck als Demonstrationsort entschieden. „Aachen versteht sich als Europastadt und ist gut mit dem Zug zu erreichen“, sagt Rosalie Münz. „Vor allem aber liegt die Stadt zwischen Europas größtem CO2-Emittenten, dem Rheinischen Braunkohlerevier, dem Hambacher Forst und dem maroden Atomkraftwerk Tihange.“ Rosalie Münz sieht darin Symbole einer veralteten Energiepolitik, gegen die die Schülerbewegung Sturm läuft.

Rosalie Münz (19) ist eine der Organisatorinnen des Klimastreiks in Aachen. Foto: Gaby Elisabeth Herzog

Auch der Termin des internationalen Streiktags ist kein Zufall. „An dem auf den 21. Juni folgenden Klimaschutz-Wochenende gibt es Proteste von Umweltschützern im Rheinischen Braunkohlerevier“, sagt Rosalie Münz. „Wir wollen uns mit ihnen solidarisch erklären.“

Unterstützt wird der Protest von Greta Thunberg. „Die Klimastreikbewegung hat gerade erst begonnen. Der Aachener Klimastreik ist hoffentlich der erste gemeinsame Streik von vielen, die noch kommen werden“, hat die Schwedin ihren Mitstreitern aus der Region geschrieben. Allerdings dürfte die 16-Jährige persönlich wohl kaum zu der Demonstration erscheinen. „Sie hat uns mitgeteilt, dass sie zu dem Zeitpunkt leider verhindert ist“, sagt Rosalie Münz.

In den kommenden Tagen soll die Großdemonstration bei der Polizei offiziell angemeldet werden. Die reagierte gestern gelassen auf die Ankündigung. „Wir haben mit der Schülerbewegung bisher keinerlei negative Erfahrungen gemacht“, erklärte gestern eine Sprecherin der Aachener Polizei auf Anfrage unserer Zeitung.

(jozi)
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