„Fridays for Future“: Letzte Vorbereitungen vor der Demo in Aachen

„Fridays for Future“ : Die letzten Vorbereitungen vor dem zentralen Streiktag

Gestreikt wird zwar am Freitag, laute Sprechchöre und bunte Plakate waren aber schon am Donnerstagabend in Aachen zu hören und zu sehen. Um 19.12 Uhr fuhr der erste Sonderzug aus dem oberbayerischen Freilassing in den Aachener Hauptbahnhof ein.

An Bord: rund 800 Menschen, die beim zentralen Streiktag von „Fridays for Future“ für einen schnelleren Kohleausstieg und mehr Klimaschutz protestieren wollen. In Empfang genommen wurden sie vom Organisationsteam der Großdemonstration. Vom Hauptbahnhof aus ging es mit Aseag-Bussen weiter zum Aachener Tivoli-Fußballstadion in die Soers.

Dort hatten die Verantwortlichen schon seit den frühen Morgenstunden geschuftet. Finale Zeitpläne wurden erstellt, transportable Lautsprecher für den Sternmarsch in Stellung gebracht. Auch eine mobile Küche hat das junge Team aufgebaut. Mit ihr könnten mehr als 2000 Menschen versorgt werden, sagte ein Mitglied des Organisationsteams am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung.

Gegen eine Spende im Wert von drei bis fünf Euro werden diejenigen, die im Tivoli-Parkhaus – „Fridays for Future“ nennt es liebevoll das „Parkhotel“ – übernachten, mit veganem Frühstück und Abendessen versorgt. Dafür hat das Küchenteam in den vergangenen Wochen kiloweise Haferflocken, Obst und Nudeln besorgt.

Für Unmut hatten am Donnerstagmorgen Personenkontrollen durch die Polizei gesorgt. Beim Start des Sonderzuges in Freilassing sind nach Angaben von „Fridays for Future“ Fahrgäste, die in den Zug steigen wollten, kontrolliert und Taschen durchsucht worden. „Ich finde es schade, dass die Polizei uns verdächtigt, obwohl wir eine absolut friedliche Bewegung sind“, wird ein 20-jähriger Fahrgast in einer Pressemitteilung von „Fridays for Future“ zitiert.

Am Abend checkten die ersten Demonstranten dann auch schon im „Parkhotel“ ein - dem Parkhaus neben dem Tivoli-Stadion. Foto: ZVA/Annika Kasties
Die Demonstranten machen es sich im Parkhaus „gemütlich“. Foto: ZVA/Ines Kubat
Gegen eine Spende von drei bis fünf Euro versorgt das mobile Küchenteam die hauptsächlich jungen Menschen mit veganer Kost. Foto: ZVA/Ines Kubat

Die jungen Klimaaktivisten bezeichneten diese Polizeimaßnahme als „unverhältnismäßig“. „,Fridays for Future' bekennt sich offen zum gewaltfreien Widerstand. Auf unseren Demonstrationen wird es von Seiten ,Fridays for Future' zu keinen Ausschreitungen oder gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Zwischen 10.000 und 20.000 Demonstranten werden am Freitag in Aachen erwartet. Sie werden ab 12 Uhr als Sternmarsch durch die Aachener Innenstadt bis zum Tivoli an der Krefelder Straße ziehen. Dort beginnt ab 14 Uhr die zentrale Kundgebung mit Rede- und Musikbeiträgen. Am Samstag will „Fridays for Future“ auch am Tagebau Garzweiler demonstrieren.

Unsere Zeitung wird am Freitag ab 7 Uhr unter anderem in unserem Liveblog und bei Instagram berichten.

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