Aachen: Freude bei den Machern des „Aquis Plaza“

Aachen: Freude bei den Machern des „Aquis Plaza“

Aachen: Richtfest am Aquis Plaza

Kathrin Landsmann, eine junge Frau, verlor sich beinahe in dem großen, geschwungenen Rohbau am Kugelbrunnen. Doch die frischgebackene Center-Managerin des 290-Millionen-Projekts „Aquis Plaza“ musste direkt an die Öffentlichkeit, schließlich stand das Richtfest für die neue Einkaufsmall an.

Sie steuert jetzt mit Riesenschritten auf ihre Vollendung im Herbst 2015 zu. „Wir feiern heute das Richtfest dieses großartigen Gebäudes“, stellte Landsmann vor geladenen Gästen und den anwesenden Bauarbeitern fest, während auf einem kleinen gezimmerten Balkon die Poliere auf das Zeichen zum Richtspruch warteten.

Niemand hatte im Jahr 2010 mit einer letztlich dann doch so rasanten Entwicklung gerechnet, lange Jahre war die Brache an der unteren Adalbertstraße ein Dorn im Auge der Aachener. So zeigte denn auch Oberbürgermeister Marcel Philipp seine Zufriedenheit. Mit der Kölner Strabag Real Estate und den Hamburger ECE-Projektentwicklern seien endlich „seriöse und verlässliche Partner“ ins Boot gekommen, die ihre Zusagen vollends eingehalten hätten.

Das ist auch nötig bei einem Bauvorhaben, dessen Zahlen in Aachen Geschichte schreiben. Rund 130 Geschäfte werden auf insgesamt 29 200 Quadratmetern untergebracht, in den vergangenen 18 Monaten wurden mehr als 35000 Tonnen Abbruchmasse weggekarrt, 180 000 Tonnen Erdaushub bewegt und 10 000 Tonnen Stahl sowie 50 000 Tonnen Beton verbaut, referierte Bauleiter Jörg Smolny vor den Medien.

Zufriedener Manager

Die Mall wird vier Geschäftsebenen haben, auf dem Dach ist Platz für etwa 600 Pkw-Stellplätze vorgesehen. Die Zuliefereinfahrt geht unmittelbar von der Stiftstraße dicht an St. Adalbert vorbei in den Keller des Riesengebäudes. Dort ins sogenannte Basement, also in das Untergeschoss, kommen unter anderem Geschäfte für den täglichen Bedarf, wie ein Vollsortiment-Supermarkt, eine bekannte Drogerie- und eine Schuhkette.

Manager Ole Grötzner, bei der ECE-Gruppe der zuständige Mann für die Vermietungen, strahlte am Dienstag: „Es sind bereits 75 Prozent der Geschäftsfläche vermietet, das ist ein überaus positives Signal“, sagte Grötzner und schwärmte von dem attraktiven Aachener Einzugsgebiet mit etwa 1,2 Millionen potenziellen Kunden diesseits und jenseits der Landesgrenzen. Um die Nennung einiger Trend-Marken kam er nicht herum: „Wir habe Firmen gewonnen, die hier zum ersten Mal Filialen eröffnen“, verkündete er. Dazu gehöre etwa die Marke „Reserved“ mit beachtlichen 1500 Quadratmetern Fläche oder Sportscheck mit 2000 Quadratmetern. Unter den Mietern seien auch bekannte junge Labels wie Only, Vero Moda, G-Star, Olymp oder Schmuckanbieter Thomas Sabo. Auch den Elektronik-Großanbieter Saturn, bislang im hinteren Kaufhof-Bereich ansässig, hat es in die Mall gezogen.

An den Ecken der Galerie wird es im Erdgeschoss neben den Haupteingängen am Kugelbrunnen und Kaiserplatz Gastronomie geben. „Wir wollen nicht nach innen gekehrt erscheinen“, beschrieb der ECE-Mann die Philosophie. In der zweiten Etage soll eine Außenterrasse freie Sicht auf den Kugelbrunnen garantieren. Im benachbarten Geschäftshaus am Adalbertsberg soll der günstige Marken-Anbieter TKMaxx untergebracht werden.

Wohnraum wird fertig

Die Auflage für die Bauherrn, für entsprechend neuen Wohnraum zu sorgen, werde auch bis zum Ende kommenden Jahres erfüllt, versicherte Strabag-Manager Rainer Maria Schäfer. Somit war am Dienstag am Tage des Richtfestes durch die Bank eitel Freude angesagt, nur die Sonne machte sich rar.