Aachen: Freibad Hangeweiher: Zur Winterpause fährt schweres Gerät auf

Aachen : Freibad Hangeweiher: Zur Winterpause fährt schweres Gerät auf

Mit schwerem Gerät sind die Bauarbeiter inzwischen im Freibad Hangeweiher angerückt, um dort den nächsten Bauabschnitt in Angriff zu nehmen. Nachdem in der Winterpause 2014/15 die technischen Anlagen saniert worden sind, nimmt sich die Stadt nun die Becken vor.

Insbesondere werden die alten Betonbecken durch neue Edelstahlbecken ersetzt. Die Rohrsysteme sollen ebenfalls erneuert werden.

Rund 2,7 Millionen Euro lässt sich die Stadt diesen zweiten Bauabschnitt kosten, der nun bereits deutlich erkennbar ist und den Besuchern in der nächsten Saison ein zeitgemäßeres Badeerlebnis ermöglichen soll. In den neuen Becken wird dann auch die Wasserlinie angehoben und mit dem Beckenrand abschließen. Auf weitergehende Neuerungen müssen Hangeweiher-Gäste aber noch deutlich länger warten.

Nach wie vor ist nicht geklärt wie der dritte Bauabschnitt finanziert werden soll, für den es bislang nur ein Vorkonzept gibt, der aber längst als überfällig angesehen wird. Bereits 2015 herrschte bei den Sportpolitikern im Prinzip Einigkeit darüber, dass das in die Jahre gekommene Freibad grundlegend umgestaltet werden muss. Die letzte umfassende Sanierung liegt beinahe 50 Jahre zurück. Nicht mehr zu übersehen sind die erheblichen baulichen Mängel an den ohnehin hässlichen Betonaufbauten, die alles andere als einladend wirken.

Die „Gesamtstruktur“ inklusive der Grünflächengestaltung sei nicht mehr zeitgemäß, haben Planer schon vor zwei Jahren bemängelt. Der Eingang sei völlig unattraktiv, die Wegeführung schlecht, Umkleiden, Duschen und Toiletten hoffnungslos veraltet. Es gebe viel ungenutzte Fläche in den maroden Aufbauten, die daher am besten abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden sollten. Mehr als zwei Millionen Euro sind für diese weitergehende Schönheits-OP angesetzt, auf die die Freibadbesucher aber wohl noch einige Jahre warten müssen.

Die Hoffnung ist groß, dass dann auch wieder die Besucherzahlen steigen. Die zurückliegende Saison lässt jedenfalls mit knapp 83 000 Besuchern bis Ende August schwer zu wünschen übrig. Laut Verwaltung liege die Saison 2017 damit „unter dem Durchschnitt der letzten Jahre“. Zurückzuführen ist dies aber wohl auch auf das miserable Sommerwetter im Juli und August.

(gei)
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