Aachen: Freibad Hangeweiher bekommt neue Breitrutsche

Aachen : Freibad Hangeweiher bekommt neue Breitrutsche

Da mussten die Jogger im Hangeweiher-Park einen Augenblick warten oder eben eine andere Route einschlagen: Am frühen Mittwochmorgen ist die neue Breitrutsche für das Hangeweiher-Freibad angeliefert worden und im Laufe des Tages montiert worden.

Doch bis es soweit war, hatte das 2,5 Tonnen schwere Edelstahl-Konstrukt eine ganz schöne Ochsentour hinter sich gebracht.

„Der Transport ging am Montagabend in der Nähe von Dresden los“, erklärt Projektleiter Martin Lambertz, Abteilungsleiter Technik des Gebäudemanagements der Stadt Aachen. Damit dieser Transport der vier Meter breiten und zwölfeinhalb Meter langen Rutsche einmal 600 Kilometer quer durch die Bundesrepublik funktionierte, mussten insgesamt 15 Genehmigungen bei mehreren Straßenverkehrsbehörden eingeholt werden. „Das war zeitlich knapp, hat aber funktioniert“, sagt Lambertz, sichtlich erleichtert, dass die Rutsche in Aachen angekommen ist.

Aber auch die letzten Meter vom Parkeingang bis zum endgültigen Standort zwischen Sportbecken und Nichtschwimmerbecken hatten es in sich: Mit einem Spezialkran musste die Rutsche zuerst über den Eingang des Parks, dann behutsam über die Zufahrt zum Schwimmbad und bis zum dafür vorgesehenen Fundament gehoben werden. Für die Mannschaft des Kranwagens bedeutete das Millimeterarbeit. Badleiter Thorsten Liebl steht daneben und sieht zu, wie die Rutsche sich ihrem Standort nähert. „Die Leute können dann von drei Metern Höhe in das Nichtschwimmerbecken rutschen und mit einem Platscher ins Wasser tauchen“, sagt Liebl. Die Rutsche endet etwa 20 Zentimeter oberhalb der Wasseroberfläche. „Das schöne ist, dass da bis zu vier Leute nebeneinander her rutschen können.“

Bodenbrubbler und Wasserkanonen

Gerade für Kinder und Jugendliche unter den Badegästen soll das neue Spielgerät Anklang finden. Und das lässt sich die Stadt auch einiges kosten: 95.000 Euro, erklärt Martin Lambertz, kostet die neue Rutschbahn. Das Gesamtbudget des zweiten Bauabschnitts, in dem seit September rund 2,7 Millionen Euro verbaut worden sind, sei nicht überschritten worden.

Apropos Wasseroberfläche: Die Rutschbahn ist nicht die einzige neue Attraktion im Nichtschwimmerbereich: „Wir haben Bodenbrubbler eingebaut und Wasserkanonen am Rand des Beckens positioniert“, erklärt Jörn Kaluza, für Energie- und Haustechnik zuständiger Ingenieur beim Ingenieurbüro Inco aus Aachen.

Was muss denn jetzt noch getan werden im Hangeweiher-Freibad? „Wir warten noch die Ergebnisse der Wasserproben ab, die sollen am morgigen Freitag aber da sein“, sagt Martin Lambertz. Ganz routinemäßig wird das Wasser im Schwimmbad auf Legionellen und andere Keime untersucht. Bereits heute kommt der TÜV, um die Rutsche zu prüfen. Die Durchströmungstests mit Farbstoffen, bei denen die Düsen und der Wasseraustausch in den Becken geprüft wird, hat bereits stattgefunden. Der Eröffnung des Bads am 1. Mai um 7 Uhr steht nichts im Wege.

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