Aachen: „Frei(t)träume”: Erst saufen, dann eigenen Staat gründen

Aachen: „Frei(t)träume”: Erst saufen, dann eigenen Staat gründen

Der mit dem Kater hat sturmfrei. Da ist Party angesagt. Dabei soll solange getrunken werden, „bis wir entspannt frei denken können”. Das ist der Plan. Doch der tritt im Laufe des Abends in den Hintergrund. Beim Saufen kommt „der ganze Dreck ans Licht”, sagt einer.

Thematisiert werden nun die Probleme der Jugendlichen: Mobbing und Liebeskummer kommen ebenso zur Sprache wie Gewalt und eine Gesellschaft, die wegsieht.

Schließlich fassen die jungen Leute den Entschluss, einen eigenen Staat zu gründen. Das Saufspiel wird zur Lehrstunde in Sozialwissenschaften. Das Jugendstück „Frei(t)räume” im Theater Brand hat den Nerv des jungen Publikums getroffen. Die Premiere war ein voller Erfolg. „Junge Menschen für das Medium Theater zu begeistern, ist eines unserer selbstgesteckten Ziele”, schreibt Patrick Gier, Vorsitzender der Theaterfreunde Brand, im Programmheft.

„Eine besondere Authentizität erreichen unsere Inszenierungen dabei durch die jugendlichen Darsteller und die unverfälschte Jugendsprache”, heißt es weiter. Tatsächlich dürfte sich das junge Publikum in dem Stück von Jonas Schütte wiederfinden. Die jungen Schauspieler brachten ein überzeugendes Ambiente auf die Bühne: 14 Jugendliche, jeder mit seinen eigenen Problemen, treffen sich zum kollektiven Besäufnis.

Zum Schluss holten sie jene zu sich auf die Bühne, die ihnen bei der Inszenierung zur Seite gestanden haben: Die gelernten Schauspieler David Oliver Gaiser und Robert Glagia leiten die Jugendgruppe seit einem Jahr. Mit der Leistung ihrer Truppe waren sie offensichtlich sehr zufrieden.

Weitere Vorstellungen gibt es am 24., 25. und 31. März sowie am 1. April jeweils um 19 Uhr im Theater Brand, Freunder Heideweg 3 (Einlass 18.30 Uhr). Karten sind ab sofort in der Buchhandlung am Markt in Brand (Tel. 0241/ 526251) zu haben.

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