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Aachen: Frankenberger Viertel: Erstmals gibt es bald auch ein Tagesticket

Aachen : Frankenberger Viertel: Erstmals gibt es bald auch ein Tagesticket

Voraussichtlich noch in diesem Jahr wird im Frankenberger Viertel die neue Parkzone V — benannt nach der im Kern liegenden Viktoriaallee — eingerichtet. Zugleich soll die Parkzone Z rund um die Zollernstraße bis zum Adalbert­steinweg ausgedehnt werden. Die Pläne hat am Donnerstag der Mobilitätsausschuss abgesegnet.

Der Zuschnitt der beiden Bewohnerparkzonen ist das Ergebnis langwieriger Abwägungen und Diskussionen auch mit den Bürgern. Zumindest auf Seiten der Politiker ist man nun allseits überzeugt, einen vernünftigen Kompromiss gefunden zu haben. Einerseits soll den Anwohnern im Viertel künftig die Parkplatzsuche erleichtert werden, andererseits sollen aber auch die besonderen Interessen der Studenten, der Gewerbetreibenden und der Kneipen- und Restaurantbesucher berücksichtigt werden.

Günstiger Tagestarif

Eine Neuerung zieht dieser Abwägungsprozess für die Zone V nach sich: Dort wird es neben den üblichen Bewohnerparkausweisen (30 Euro jährlich) und den Kurzzeittarifen (ab 50 Cent für die erste halbe Stunde) erstmals auch ein vergünstigtes Tagesticket geben.

Tagesbesucher müssen dafür acht Euro zahlen. In allen anderen Bewohnerparkzonen ist dies weiterhin nicht vorgesehen, da es dort in aller Regel auch genügend Parkhäuser finden, denen keine Kundschaft entzogen werden soll.

Wie gehabt, werden auch in V und Z Bewohnerparkausweise ausschließlich an Fahrzeughalter abgegeben, die in den Bereichen ihren Hauptwohnsitz haben. Alle anderen müssen sich demnächst montags bis samstags zwischen 9 und 21 Uhr an den entsprechenden Parkautomaten ein Ticket kaufen. Der Wunsch der im Frankenberger Viertel aktiven Initiative für „bürgernahes Parken“ nach speziellen Anliegerausweisen für Gewerbetreibende bleibt unerfüllt.

73 neue Automaten

Insgesamt sollen in den neuen Gebieten 73 Parkautomaten aufgestellt werden. Rund 383.000 Euro wird die Stadt für die Automaten und die Beschilderung aufbringen.

Zugleich will die Verwaltung bei den Gewerbetreibenden im Viertel verstärkt für Job-Tickets werben. Beschäftigte können dann vergünstigt auf Busse umsteigen und ihr Fahrzeug zu Hause stehen lassen. Die Bewohnerparkzonen würden damit auch einen Beitrag zur Luftreinhaltung leisten, wirbt die Verwaltung.

Letztlich muss den Plänen am Ende noch der Rat zustimmen, was aber als gesichert gelten kann. Möglichst bis Ende des Jahres sollen die neue und die erweiterte Parkzone eingerichtet werden. Die weiteren Pläne sehen als nächstes Parkzonen zwischen Kurgarten und Salvatorberg (E) und in Burtscheid vor.