Aachen: Fotoclub 2000 Aachen lädt in das Finanzamtszentrum ein

Aachen: Fotoclub 2000 Aachen lädt in das Finanzamtszentrum ein

„Wir haben bewusst kein Thema gewählt, das wäre doch langweilig“, sagt Peter Palm, Vorsitzender des Fotoclubs 2000 Aachen. 120 Bilder würden dann doch eher ähnliche Motive zeigen und das möchte der Club nicht.

Um so interessanter sind die gezeigten Fotos vom „Doppel-Selbstporträt“ (Thomas Melin) über alte Damen „im Gespräch vertieft“ bis hin zu ungewöhnlichen Perspektiven aus Aachen („Quadrum mit dem Paradiesbrunnen im frühherbstlichen Abendlicht“, der Innenhof der Domsingschule).

Vielfalt, so könnte das Motto der diesjährigen Ausstellung des Clubs lauten. Einen Eindruck vom Können der Laienfotografen kann man sich im Finanzamtszentrum Aachen machen. 27 Fotografen stellen ihre Bilder dort aus. „Wir haben keine Vorauswahl getroffen“, betont Palm, jeder Fotograf konnte selbst entscheiden, welche Bilder er zeigen möchte. Erlaubt sind pro Fotograf sechs Stück, da schnell mehr als 120 erreicht sind, entscheidet das Los, welcher Fotograf nur vier Bilder aufhängen darf.

Manchmal sind vier Bilder aber genau die richtige Anzahl, wie die Fotos von Margit Justin beweisen: Frühling, Sommer, Herbst und Winter hat sie ihre vier Bilder genannt, die alle einen bestimmten Aspekt der Jahreszeiten herausgreifen. Vollkommen unterschiedlich ist das, was auf den Bildern zu sehen ist. Manch einer, wie Justin, verfolgt eine klare Linie und zeigt nur Bilder aus dem Hohen Venn (Maria Dautzenberg), andere kon—trastieren Naturfotos und Architekturbilder.

Beeindruckend ist ein Bild vom Thomas Hebbeker, der den Nachthimmel fotografiert hat. Manche Motive haben es den Fotografen im allgemeinen angetan: Kirchen und Bahnhöfe finden sich erstaunlich häufig unter den Bildern, langweilig wird einem dabei dennoch nicht, denn jeder einzelne Foto hat seine ganz eigene Perspektive.

Jeder Besucher kann seinen persönlichen Favoriten küren und am Ende der Ausstellung wird dieses Bild bekannt gegeben. Sehen kann man in diesem Jahr daher auch die Gewinnerfotos der letzten Jahre.

Um Mitglied im Fotoclub zu werden, muss man keine großen Vorkenntnisse haben. Am ersten und dritten Mittwoch im Monat trifft sich der Club, um Themen für ein Foto festzulegen oder um Fotos zu betrachten und auch kritisch zu bewerten. Auch manch einem solchen Themenabend entstammen Fotos der Ausstellung. Im Vordergrund der „Vereinsarbeit“ steht aber stets der Spaß. „Wer Lust hat, kommt mal vorbei“, sagt Palm, selbst eine gute Fotoausrüstung sei nicht von Nöten.

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