Aachen: Förderverein Kinderklinik Beira will Kindersterblichkeit in Mosambik senken

Aachen: Förderverein Kinderklinik Beira will Kindersterblichkeit in Mosambik senken

Seit 1998 arbeiten die Aachener Kinderärzte Dr. Annett Pfeiffer und Dr. Konrad Steidel im afrikanischen Mosambik in der zweitgrößten Kinderklinik des Landes. Unterstützt werden die Entwicklungshelfer von dem Förderverein Kinderklinik Beira, der mit Hilfe von Spenden aus der Aachener Bevölkerung medizinische Geräte, Medikamente, Fortbildungen und Umbaumaßnahmen finanziert.

Aufgrund sinkender Zuschüsse des Staates kommt es immer häufiger zu Engpässen bei der medizinischen Versorgung der kleinen Patienten, so dass akute Nothilfe, zum Beispiel mit Medikamentenspenden aus Aachen oft lebensrettend ist.

„Nachdem es in den letzten Jahren durch Verbesserungen der hygienischen Umstände, der Ausstattung und durch Fortbildungen gelungen ist, die Sterblichkeit innerhalb der Kinderklinik zu senken, nehmen wir jetzt die gesundheitliche Situation der Kinder außerhalb der Klinik in den Focus.“ erläutert Dr. Johannes Plettner vom Förderverein.

„Durch unser Projekt ‚Herzenssache‘ können wir vielen Kindern die lebensrettende Herzoperation in der Hauptstadt Maputo ermöglichen“, sagt Dr. Jan Salzmann, Vorstand des Aachener Fördervereins. „Eine Großzahl der herzkranken Kinder war zuvor am Rheumatischen Fieber erkrankt und hat deshalb Herzklappenschäden davongetragen. Das Rheumatische Fieber ist durch den zeitgerechten Einsatz preiswerter Antibiotika fast immer zu verhindern. Eine Präventionskampagne soll nun helfen, das Rheumatische Fieber und andere Erkrankungen, die auch bei uns kaum noch vorkommen, zu vermeiden.“

Die Präventionskampagnen werden mit lokalen Partnern vor Ort durchgeführt und thematisieren neben dem Rheumatischen Fieber, Gesundheitsfragen zu HIV/AIDS, Ernährung/Stillen und dem Nutzen und Risiken traditioneller pflanzlicher Arzneien.

Da die Zielgruppen wegen des schlechten Bildungssystems oft schlecht oder gar nicht lesen oder schreiben können, informiert die Kampagne über Radio, SMS-Ketten und Wandmalprojekte.

Um die Präventionskampagne zu finanzieren bittet der Förderverein um Spenden. Durch den direkten Kontakt zu den Aachener Kinderärzten, die vormals im Universitätsklinikum Aachen tätig waren, garantiert er, dass das gespendete Geld in vollem Umfang ankommt. Spenden sind steuerlich abzugsfähig, da der Verein als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt ist.

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