Aachen: Förderprogramm unterstützt Hausbesitzer in Aachen-Ost und Rothe Erde

Aachen: Förderprogramm unterstützt Hausbesitzer in Aachen-Ost und Rothe Erde

Fatima Cam ist stolz: Ihr sonnengelb gestrichenes Haus mit den terrakottafarbenen Verzierungen hebt sich ganz deutlich von der eher tristen Umgebung ab. Der ein oder andere Passant bleibt schon mal davor stehen und lässt seinen Blick über die frisch sanierte Fassade schweifen.

Die Reaktionen auf das bunte Haus am Reichsweg 14 sind zwar nicht nur positiv, aber Fatima Cam und ihren Ehemann Cemal stört das kaum. Beide lieben leuchtende Farben und freuen sich über den Lichtblick im tristen Einerlei.

Saniert haben sie die Fassade mit Hilfe eines Förderprogramms, das seit mehreren Jahren vom Stadtteilbüro Aachen-Ost in Kooperation mit dem Verein Stadtoasen angeboten wird. Hausbesitzer in den Stadtteilen Ost und Rothe Erde bekommen finanzielle Unterstützung, wenn sie sich dazu entschließen, die Fassade ihres Hauses zu verschönern. Bis zu 7500 Euro können das sein.

Begonnen hatte das Förderprogramm der Stadtteilverschönerung vor zehn Jahren. Damals ging es in erster Linie darum, Dachterrassen und Hinterhöfe zu gestalten und Fassaden zu begrünen. Doch die Hausbesitzer legten ganz offensichtlich mehr Wert auf frische Farbe an ihren vier Wänden. Die Organisatoren des Förderprogramms reagierten flexibel und folgten den Wünschen der Antragsteller. 70 Häuser bekamen inzwischen mit Hilfe des Förderprogramms ein neues Gesicht.

Etwa 80000 Euro stehen im kommenden Jahr noch als Fördermittel zur Verfügung. Wer in den Genuss der finanziellen Unterstützung kommen will, der sollte seinen Antrag möglichst bald stellen.

Laut Michaela Schmitz und Ralf Niederhäuser vom Fachbereich Bauverwaltung der Stadt Aachen haben aber viele Eigentümer Scheu, sich an die Verwaltung zu wenden. „Viele haben einen Migrationshintergrund und trauen sich nicht, den Antrag zu stellen, weil sie keine ausreichenden Sprachkenntnisse haben und die Hürden der Bürokratie fürchten.”

Doch solche Sorgen seien ganz unbegründet. „Wir bieten den Antragstellern jede erdenkliche Hilfestellung”, sagen die Vertreter der Stadt. Bei ihnen werden die Anträge bearbeitet und letztendlich auch genehmigt. Sechs bis acht Wochen kann es dauern, bis die Fördergelder bewilligt werden.

Erster Ansprechpartner ist Diplom-Biologe Norbert Kuntz vom Verein Stadtoasen. Er bespricht mit den Hauseigentümern, welche Maßnahmen sie realisieren wollen, mit welcher Hilfe zu rechnen ist und welche Schritte einzuleiten sind.

Kontakt: Norbert Kuntz, Stadtoasen - Verein für urbanes Leben, Friedrichstraße 73, 0241/ 96109909.

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