Mittel für Kita-Bau: Fördergelder für die Städteregion werden umgebucht

Mittel für Kita-Bau : Fördergelder für die Städteregion werden umgebucht

Dass viel Geld auch viel Arbeit bedeuten kann, ist bei der Städteregion hinlänglich bekannt. Das gilt nicht nur für den eigenen, mittlerweile mehr als 710 Millionen Euro umfassenden Haushalt.

Auch die Investition der üppigen Mittel, die Bund und Land in den vergangenen zweieinhalb Jahren zur Verfügung gestellt haben, ist mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Beklagt hat sich aber noch niemand darüber, schließlich geht es in der Summe um rund 27 Millionen Euro an Fördergeldern aus Berlin und Düsseldorf.

Was die Verwendung der ersten Tranche aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Bundes angeht, die rund 5,6 Millionen Euro umfasst, musste die Politik jetzt noch einmal eine Korrektur vornehmen. So kann sich die Städteregion die 500.000 Euro, die als Zuschuss an die Aseag für die Anschaffung eines Elektrobusses vorgesehen waren, buchstäblich sparen. Das Unternehmen hat entschieden, statt der Anschaffung neuer Busse auf die technische Nachrüstung der vorhandenen, konventionell betriebenen Flotte zu setzen, um den Schadstoffausstoß zu mindern.

Noch höher ist der Betrag, den die Städteregion in den Neubau einer viergruppigen Kindertagesstätte in Roetgen fließen lassen wollte – 1,3 Millionen Euro. Diesen Beschluss musste der Städteregionstag widerrufen, weil anderenfalls der Anspruch auf Fördergelder aus dem „U6-Ausbauprogramm“ des Bundes erloschen wäre.

Die somit wieder verfügbaren Mittel werden nun für den Bau des neuen Kindergartens in Monschau-Konzen sowie die Umwandlung der ehemaligen Grundschule in Simmerath-Kesternich in eine Kindertagesstätte verwendet. Sollte am Ende von den rund 1,8 Millionen Euro etwas übrigbleiben, wird dieser Rest wiederum für den Erwerb der Kita in Baesweiler-Beggendorf herangezogen.

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