Flohmarkt der Lebenshilfe in der Aula Carolina für den guten Zweck

Aachen : Beim Flohmarkt der Lebenshilfe gibt es Schnäppchen für den guten Zweck

Weihnachtsshopping zu Gunsten von Menschen mit geistiger Behinderung — das bietet der Flohmarkt der Lebenshilfe. Wie jedes Jahr im Dezember hat der beliebte Trödelmarkt in der Aula Carolina des Kaiser-Karls-Gymnasiums stattgefunden. Die beiden Veranstalterinnen Annelen Hahn und Brigitte Schulze zeigte sich bereits am ersten Verkaufstag sehr zufrieden.

1982 wurde der Flohmarkt ins Leben gerufen, um einem Wohnheim in Aachen finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen. Im Jahr 1990 übernahm dann Annelen Hahn die Organisation der Veranstaltung. Seit 2004 erhält sie die Unterstützung von Brigitte Schulze, die die nächste Hauptverantwortliche für den Trödelmarkt werden wird.

Beim Flohmarkt der Lebenshilfe in der Aula Carolina — wie jedes Jahr organisiert von Annelen Hahn, Brigitte Schulze und Clemi Sailer (kleines Foto, von links) — lohnt sich das Stöbern. Foto: Andreas Steindl

Die Lebenshilfe beteiligt sich seit einigen Jahren an dem Projekt. Der gemeinnützige Verein wurde von Eltern und Angehörigen von Menschen mit geistiger Behinderung gegründet. „Wir haben verschiedene Projekte und Angebote“, erklärt Barbara Krüger, die Geschäftsführerin der Lebenshilfe Aachen. „Dazu zählen unter anderem verschiedene Wohnheime, vier Kindergärten, die Kinder mit und ohne geistige Behinderung besuchen, und die Werkstatt, ein eigenständiger Arbeitgeber für Erwachsene mit geistiger Behinderung.“

Die Verkaufswaren für den Flohmarkt setzen sich ausschließlich aus Spenden aus der Bevölkerung zusammen, die im Vorfeld bei der Lebenshilfe abgegeben werden können. Über die Anzahl der Beiträge können die Veranstalterinnen nicht klagen. „Mittlerweile erhalten wir wirklich Spenden im Überfluss“, freut sich Hahn. Circa 1700 Bananenkisten voll mit Verkaufswaren mussten die insgesamt 150 Helferinnen und Helfer in die Aula schaffen.

Der Trödel wurde unter verschiedenen Kategorien wie beispielsweise „Geschenke“; „Bücher“; „Spielzeug“; „Antiquitäten“ und „Schmuck“ sortiert und angeboten. Sowohl zahlreichen Schülerinnen und Schülern des Kaiser-Karls-Gymnasiums, als auch einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Werkstatt ist Hahn besonders dankbar: „Sie alle waren eine große Unterstützung bei der Vorbereitung.“

Die Besucherzahlen bewegen sich ebenfalls in hohen Bereichen. Schon vor der Eröffnung des Flohmarkts haben rund 600 Menschen vor den Pforten der Aula gewartet. Der Umsatz des Projekts, der sich jährlich auf 35 000 bis 40 000 Euro brutto beläuft, wird in die verschiedenen Einrichtungen der Lebenshilfe investiert. „So können beispielsweise unsere Ferien- und Freizeitangebote erweitert oder die Spielgeräte der Kindergärten erneuert werden“, beschreibt Krüger.

Und wie sieht es für das nächste Jahr aus? Der Flohmarkt der Lebenshilfe befindet sich natürlich bereits wieder in Planung und soll vom 8. bis zum 9. Dezember 2018 stattfinden. Hierfür sammelt die Lebenshilfe im Zeitraum zwischen dem 4. April und dem 31. Oktober Spenden, die mittwochs von 9 bis 11 Uhr in der Adenauerallee 36 abgegeben werden können. Außerdem werden natürlich auch wieder fleißige Helfer gesucht.