Aachen: Finanzspritze für den Einsatz in Nicaragua

Aachen : Finanzspritze für den Einsatz in Nicaragua

In Deutschland kennt sie fast niemand: die Global Brigades. Das soll sich ändern, denn dabei handelt es sich mit mehr als 35.000 Mitgliedern um die größte studentische Hilfsorganisation weltweit.

Dazu gehören auch fünf RWTH-Medizinstudenten aus Aachen. Im Februar geht es für sie nach Nicaragua in das Dorf El Naranjo. Damit Einsätze wie diese überhaupt möglich werden, sind sie auf Spenden angewiesen. Eine davon bekamen sie nun von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank in Aachen überreicht, die das Projekt mit 2500 Euro unterstützt.

Zusammen mit Studenten aus Münster werden Kristian Pruin, Laura Olmos, Julia Neuhaus, Patrick Schulte und Felix Hardt insgesamt zehn Tage in dem 700-Seelen-Dorf tätig sein. „Wir mussten vor dem Einsatz erst einmal darauf achten, ob unsere Hilfe überhaupt erwünscht ist“, erklärt Pruin, der Leiter der Aachener Global-Brigades-Gruppe. Da die fünf allesamt Medizin studieren, werden sie vor Ort die Dorfbewohner dabei unterstützen, die Hygiene zu verbessern indem sie etwa Wasserlatrinen bauen und Aufklärung zu Hygiene und Krankheiten betreiben. In persönlichen Gesprächen werden sie sowohl Kindern als auch Erwachsenen Hilfestellung zur Wasserreinigung und zur Instandhaltung der sanitären Einrichtungen im Dorf geben.

Für die Studenten steht neben der Hilfstätigkeit auch der kulturelle Austausch im Vordergrund. Bei den Global Brigades können übrigens nicht nur angehende Mediziner engagieren, sondern Studenten aller Fachrichtungen. So bieten etwa Wirtschaftsstudenten Mikrokredite in Entwicklungsländern an, die es den Menschen dort ermöglichen, eine eigene Existenz in Form eines Geschäfts aufzubauen.

„Wir verfolgen die Projekte“

Nach dem Abschluss des Projekts in El Naranjo werden lokale Mitarbeiter von Global Brigades dafür sorgen, dass die Verbesserungen dauerhaft erhalten bleiben. Daran ist auch Christoph Mönikes, Filialleiter der Apotheker- und Ärztebank, interessiert. „Wir verfolgen die Projekte, die wir unterstützen auch langfristig und sind offen für neue Organisationen wie diese“, sagt er, denn auch er hatte bislang noch nichts von Global Brigades gehört.

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