„Kimiko“: Festival soll in eine neue Dimension gehen

„Kimiko“ : Festival soll in eine neue Dimension gehen

„Kimiko“ gibt es im fünften Jahr gleich wieder zwei Mal: Am 15. und 16. Juni lädt Organisator Rick Opgenoorth zum zweiten Mal auf die „Isle of Campus“ im Uni-Erweiterungsgebiet Melaten, vom 23. bis 25. August wird im Garten des Ludwig Forums das deutlich kleiner dimensionierte „Isle of Art“ über die Bühnen gehen.

„Durch die Teilung in zwei Kimiko-Festivals hat sich im vergangenen Jahr eine klarere Definition eingestellt“, hat sich für Opgenoorth die Neuausrichtung als erfolgreich erwiesen. Während das Art-Festival im Ludwig-Forum längst eine eingeschworene Fan-Gemeinde hat, sieht er für die Campus-Tage aber noch Steigerungspotenzial.

Mehr Besucher als die 4500, die sich 2018 zum Campusboulevard aufgemacht haben, will er vor allem mit einem hochkarätig besetzten Programm locken. Dazu hat er für Samstag, 15. Juni, „Dub FX“ – er spielt sein einziges Deutschlandkonzert am Campus – und „Querbeat“ als Headliner gebucht. „Marley’s Ghost“ – das neue Projekt von Sebastian Sturm – wird ebenfalls am Samstag auf der Hauptbühne spielen. Sie ist wieder mit der Rückseite zum Klinikum ausgerichtet, so dass das Publikum Musiker und Sonnenuntergang in einem genießen kann.

Australische Band „Parcels“

Beim Line-up am darauffolgenden Sonntag bewies Opgenoorth vielleicht das noch bessere Händchen, denn mit der australischen Band „Parcels“ holt er vier junge Musiker nach Aachen, die sich gerade vom Geheimtipp zum Abräumer mausern. Mit ihrem modernen Disco-Funk und Frisuren aus den 70ern touren sie derzeit durch die ganze Welt. In Nordrhein-Westfalen sind sie nur in Aachen zu hören. Die Sängerin Amilli ist eine weitere Neuentdeckung, die am Sonntag im Elektro-Zelt, einem Zirkuszelt, des Kimiko-Festivals ihren Soul versprühen wird. Im vergangenen Jahr wählten die NRW-Radiohörer sie zum besten Newcomer. Zum Lohn bekam sie die 1-Live-Krone.

„Bukahara“ ist schon länger auf den Festival-Bühnen unterwegs und weiß daher sehr genau, wie sie mit ihrem Crossover aus Swing, Folk, Reggae und Balkanklängen die Menge am Sonntag zum Kochen bringen wird. Elektrofans sollten außerdem den Auftritt von Kid Simius nicht verpassen.

Opgenoorth hat das Campus-Festivalgelände für dieses Jahr noch einmal erweitert und auch das Konzept leicht angepasst: „Das Elektrotent steht näher am Physikzentrum. Für die musikalischen Newcomer der Region haben wir eine Talent-Stage und neben dem Knowledge-Zelt wird es eine vierte Bühne geben“, beschreibt er das Festivalgelände. Die trägt den Namen „YouRegion“ wie das gleichnamige, neue Interreg-Projekt von Aachen, Maastricht und Hasselt, das sich der grenzüberschreitenden Willkommenskultur verschrieben hat und das Kimiko-Festival unterstützt. Auf der YouRegion-Bühne bekommen Slamer aus den Bereichen Poetry und Science Auftrittsmöglichkeiten. Da kann Opgenoorth übrigens noch ein paar Auftrittszeiten vergeben (Kontakt: kontakt@kimiko-festival.de).

Wohlwollend unterstützt von Stadt Aachen und RWTH könnte „Kimiko-Campus“ in diesem Jahr noch einmal deutlich wachsen, während Opgenoorth für das Art-Festival am Ludwig-Forum wohl jetzt die richtige Dosierung gefunden hat. 2017 hatte es da noch massive Anwohnerbeschwerden gegeben. Ein wesentlich ruhigeres Programm und eine gute Kommunikation mit den Nachbarn führten aber zu deutlich mehr Akzeptanz in Aachen-Nord. Am Campus sieht sich Opgenoorth weit genug weg von der Hörn. Zumindest hielten sich die Anwohnerbeschwerden dort im vergangenen Jahr nach seinen Angaben in sehr kleinem Rahmen.