Aachen: Feine Spitzen aus der Rue Antoine

Aachen: Feine Spitzen aus der Rue Antoine

Das schreit geradezu nach einer Fortsetzung: Am Dienstagabend hatte „Pech und Schwefel, 2. Teil”, bei der Stadtpuppenbühne Öcher Schängche Premiere. Die Zuschauer im ausverkauften Theatersälchen waren restlos begeistert. Und hofften schon beim Bier im Café Couleur darauf, dass auch im nächsten Jahr ein dritter Teil des teuflischen Stockpuppenkabaretts wieder über die kleine Bühne in der Barockfabrik laufen wird.

Die Puppenspieler und Rollensprecher, die unterstützenden Musikanten und das technische Personal können also höchst zufrieden sein mit ihrer Leistung. Die Erwartungen des Publikums wurden befriedigt, wenngleich auch zu sehen war, dass nicht jede Spitze wehtat, weil einige Zuschauer offensichtlich keine Tageszeitung beziehen.

Wendelin Haverkamp spricht die Rolle des Teufels und des Bischofs erwartungsgemäß mal ölig, mal servil, Hubert Crott ist unterwürfig als Unterteufel und bischöflicher Sekretär Sanctus, Gitta Haller setzt den Punkt aufs „i” als Ulla Schmidt und Ludmilla. Manfred Birmans spricht überzeugend den Alemannia-Fan, der seine Jahreskarte wegen des Tivoli-Eröffnungsspiels wieder zurückgeben will. Toll, will man rufen, und auch dem „Orchester” - nämlich Dieter Kaspari (Gitarre, Mundharmonika, Gesang) und Gero Körner (Piano) ein dickes Lob zollen. Meisterhaft führten die Puppenspieler Elfriede Schulz, Albert Baurmann, Otto Trebels und Peter Reuters dabei die Protagonisten.

Nach den Vorführungen von Dienstag, Mittwoch und Donnerstag gibt es drei weitere am Mittwoch, 18., Donnerstag, 19., und Freitag, 20. November, jeweils um 19.30 Uhr in der Barockfabrik, Löhergraben 22. Karten sind zu haben bei der Servicestelle des Zeitungsverlages, Buchkremerstraße.