FDP Stolberg will Turnhalle für Schulstreiker in Aachen anbieten

„Fridays for Future“ : Nachbarkommunen wollen Aachener Demonstranten unterstützen

Jetzt bringen sich auch die Nachbarkommunen in Stellung: Damit die Teilnehmer der Großdemonstration von „Fridays for Future“ am 21. Juni in Aachen angemessen unterkommen, sollen auch in Stolberg Turnhallen zur Verfügung gestellt werden. Das fordert zumindest die Stolberger FDP in einem Dringlichkeitsantrag.

Demzufolge soll die Verwaltung prüfen, ob und welche Turnhallen die Stadt Stolberg den jungen Klimaaktivisten als Übernachtungsmöglichkeit anbieten kann. „Hier bietet sich der Kupferstadt Stolberg die Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen. Die Kupferstadt nimmt die Sorgen und Ängste der Jugend ernst und unterstützt sie bei ihrem Anliegen. Hier kann gezeigt werden, dass die Politik nicht nur ‚Lippenbekenntnisse’ von sich gibt, sondern auch handelt“, schreiben die Freien Demokraten in ihrem Antrag.

Die Stolberger Kommunalpolitiker verweisen in ihrem Antrag auf Medienberichte, denen zufolge die Stadt Aachen „nicht in der Lage oder willens“ sei, den Teilnehmern „gesicherte Übernachtungsmöglichkeiten“ zu bieten. Tatsächlich befindet sich die Stadt Aachen jedoch im engen Austausch mit den Veranstaltern. „Wir prüfen, in welchem Umfang das Parkhaus neben dem Tivoli genutzt werden kann“, bestätigte Stefan Herrmann vom städtischen Presseamt am Dienstag auf Anfrage. Konkreten Angaben dazu, wie viele Jugendliche an der Krefelder Straße ihr Bettenlager aufschlagen können, seien zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich. Dies müsse ein Sachverständiger unter Berücksichtigung des Brandschutzes und nach Rücksprache mit dem Gebäudemanagement noch prüfen. Zudem habe der Veranstalter noch keine belastbaren Zahlen geliefert, wie viele Schlafplätze benötigt werden.

Die jungen Schulstreiker versuchen derweil vor allem über eine Bettenbörse die Unterkunft für die Teilnehmer zu organisieren. Zwischen 500 und 600 Schlafplätze seien auf diesem Weg bereits zusammengekommen, wie Benedikt Neukirchen, Sprecher der Organisationsgruppe Unterkunft von „Fridays for Future“, am Dienstag mitteilt. Darüber hinaus seien ihnen zwei Grünflächen mit insgesamt 3000 Quadratmetern angeboten worden, auf denen sie Zelte aufschlagen wollen.

Insgesamt erwarten die Veranstalter des Internationalen Streiktags am Freitag, 21. Juni, in Aachen rund 20.000 Teilnehmer aus ganz Europa, die für eine bessere Klimapolitik demonstrieren wollen. Nach einem Sternmarsch werden sie sich auf dem Vorplatz des Aachener Tivolis versammeln. Dann gibt es neben Redebeiträgen auch Konzerte, unter anderem von Culcha Candela.

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