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Aktion der Tafel: Fast 2000 Kisten sorgen für Weihnachtsfreude

Aktion der Tafel : Fast 2000 Kisten sorgen für Weihnachtsfreude

Die Bürger und Bürgerinnen zeigen gerade in diesen Zeiten ein großes Herz für das Engagement der Aachener Tafel. Ein Lieferservice sorgt dafür, dass Bedürftige ihre Pakete frei Haus geliefert bekommen.

„Die Not ist groß in diesen Zeiten“, weiß Jutta Schlockermann, Vorsitzende der Aachener Tafel, und umso größer ist die Freude über den „überwältigenden Erfolg“ der diesjährigen Weihnachtskisten-Aktion. 1056 Kisten stapeln sich derzeit im Depot an der Talstraße, dazu kommen Spendengelder für weitere 900 Kisten. Und das ist nach Meinung von Jutta Schlockermann ein gigantisches Ergebnis in diesen doch eher schwierigen Zeiten.

Damit die Alten und Bedürftigen auch in diesem Jahr wieder zu ihrer Weihnachts-Kiste kommen, haben die Organisatoren auf Strukturen zurückgegriffen, die bereits im Frühjahr im Lockdown gewachsen sind. Das heißt: Ein Lieferservice sorgt dafür, dass gerade die Menschen, die in diesen Zeiten besser nicht unterwegs sein sollten, ihre Kiste frei Haus geliefert bekommen.

„Und unsere Studenten haben schon im Frühjahr ein Programm für eine Routenplanung entwickelt, um das Ausfahren der Pakete zu erleichtern“, sagt  Schlockermann. Sie freut sich über diese gute Vorarbeit, die eben jetzt auch bei der Weihnachtsaktion Früchte trägt. 160 Helfer sind es insgesamt, davon allein sechs sogenannte „Bufdis“ (Helfer im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes) und rund 50 Studenten. Über mangelnde Unterstützung kann sich die Tafel also nicht beklagen. Allerdings müssen auch hier Hygienevorschriften und Abstandsregeln genauestens beachtet werden.

Und während die Vorsitzende überlegt, wie die einzelnen Pakete am besten abtransportiert werden können, kommen die letzten Spender zur Talstraße, um ihre Pakete abzugeben. Ein kleines Team an Helfern steht bereit, um die Spenden entgegenzunehmen und im Depot zu platzieren. „Das ist  Knochenarbeit“, sagt einer und reibt sich die Arme. Die anderen nicken zustimmend. In den kommenden Tagen werden ehrenamtliche Paketboten durch Aachen fahren und die bunten Pakete an ihren jeweiligen Bestimmungsort bringen.

Der Rest wird in die Clermontstraße transportiert. Dort können Bedürftige, die entsprechend von der Tafel dazu eingeladen wurden, ihr Paket persönlich abholen. „Sie müssen sich dabei an die jeweils vorgegebene Abholzeit halten“, sagt Schlockermann. Sie vertraut darauf, dass das auch so funktioniert. Am 23. Dezember sollten alle registrierten Empfänger ihr Paket bekommen haben.

Und dann können sich endlich auch Jutta Schlockermann und ihr Team entspannt zurücklehnen. Die Aktion in diesem Jahr beschreibt sie als extrem anstrengend. Sie betont einmal mehr, wie sehr gerade die Ärmsten unter der Pandemie leiden. Die Weihnachtskisten sollen ihnen ein Trost sein.