Aachen: Fahrräder aus Aachen: Hilfe für Kapstadt

Aachen: Fahrräder aus Aachen: Hilfe für Kapstadt

Wer seinem geliebten Drahtesel ein neues Leben geben und dabei auch gleich etwas Gutes tun und soziale Verantwortung übernehmen möchte, hat am Samstag, 5. Oktober, die Möglichkeit dazu.

Denn dann sammelt das Welthaus Aachen zusammen mit der Stadt und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Fahrräder für die Bewohner der sozial schwächeren Viertel Kapstadts. In einem Container werden die Fahrräder anschließend nach Südafrika verschifft.

Zwischen 11 und 16 Uhr können die Räder in der Zollamt­straße abgeben werden. „Es ist eine etablierte Aktion, welche die Städtepartnerschaft für die Menschen spürbar machen soll“, sagt Sabine Verheyen, Mitglied des Europäischen Parlaments und Schirmherrin der Aktion.

Vor Ort werde man die Fahrräder der Partnerorganisation Bicycle Empowerment Network (BEN) zur Verfügung stellen. „Die Organisation bildet die Menschen aus, mit Fahrrädern umzugehen“, erklärt Verheyen. Da in Kapstadt das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel kaum ausgebaut und für viele sozial und finanziell Benachteiligte aus den Townships nicht erschwinglich ist, stellen Fahrräder eine umweltfreundliche Alternative da.

„Es ist ein Unterschied, ob man 13 Kilometer zu Fuß über mehrere Stunden hinweg zur Arbeit läuft oder mit dem Fahrrad fährt“, so die CDU-Politikerin. „Fahrräder erweitern den Radius und bieten Chancen“, betont sie.

Das Gebiet hinter dem Tafelberg sei zum Fahrradfahren ideal und helfe vor allem Kindern, auch mal aus ihrem gewohnten Umfeld herauszukommen und eine andere Freizeitaktivität zu haben, sagt auch Birgitta Hollman, Geschäftsführerin des Welthaus Aachen. „Auch für die Versorgung sind die Räder wichtig, denn oft gibt es in den Townships keine Geschäfte“, berichtet sie.

„Durch die Fahrräder sind Jugendliche unabhängig und es fördert ebenfalls die Bewegung, das ist gut“, sagt auch die 28-jährige Shonelle Williams, die in Manenberg bei einer Organisation namens „Self-help“ arbeitet und nun drei Monate in Deutschland verbringt. „Die Fahrräder können ruhig alt oder auch platt sein, nur der Rahmen sollte nicht verbogen sein“, betont Hollmann.

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