Aachen: Fahrrad-Sommer: Beschauliche Strecke ins Butterländchen

Aachen: Fahrrad-Sommer: Beschauliche Strecke ins Butterländchen

Ab dem Wochenende treten die Öcher wieder in die Pedale: der 15. Fahrrad-Sommer führt sie dieses Mal ins Raerener Butterländchen.

Die Strecke ist mit 38 Kilometern „ein bisschen länger geworden als in den letzten Jahren”, sagt Friedhelm Schepers, Projektleiter des Fahrradsommers. Mit einer Abkürzung bleibt die Tour aber familienfreundlich. Am Samstag, 6. Juni, wird sie eröffnet. Los geht´s um 14 Uhr am Hauptbahnhof, dann führt die Route zum Vennbahnradweg.

Die sichtbare Eisenbahngeschichte auf dieser Tour haben die Projektleiter bewusst gewählt: Dietmar Kottmann, Vorstandsmitglied des Aachener Geschichtsvereins, begleitet die Radler und zeigt die Bedeutung der vielen historischen Stätten am Rande der Strecke auf. „Der Vorgänger des Aachener Hauptbahnhofs war der erste Grenzbahnhof der Welt. Das Eisenbahnwesen hat sich hier ganz stürmisch entwickelt”, weiß Kottmann. Danach wandelt sich die Tour zu einer Burgenroute, auf der Burg Raeren, Burg Raaff oder das Gut Hebscheid liegen.

„Lange führte der Fahrrad-Sommer nur durch Aachen und Umgebung. Zum dritten Mal haben wir jetzt die Euregio miteinbezogen”, erklärt Schepers. Bei dem Abstecher nach Belgien werden die Radler vom Raerener Bürgermeister begrüßt. Außerdem können sie kostenlos das Keramikmuseum der Burg besuchen, das die lange Töpfereitradition des Orts zeigt - der für seine Keramik sogar bis nach Australien bekannt war. Daneben gibt es auf der Strecke noch viele andere Blickfänger zu entdecken: Schüler des Inda-Gymnasiums haben mit Messingplatten die Proportionen der Gestirne des Sonnensystems entlang des Wegs veranschaulicht.

„Man kann sich nicht verfahren”, sagt Schepers zur Streckenplanung. Alle Abzweigungen sind mit dem gleichen Symbol gekennzeichnet, die auch nach dem Eröffnungstag hängen bleiben. „Außerdem gibt es fast keine Straßen auf dem Weg, es ist eine beschauliche Strecke.” Aus der Puste soll ebenfalls niemand kommen: zahlreiche Rastplätze und Cafés sind auf dem Plan vermerkt. „Man gewinnt auf dem Weg nach Raeren - abgesehen von ein paar Dellen - sachte an Höhe und rollt dann bequem wieder nach Hause”, sagt Kottmann. Wem die Rückfahrt trotzdem zu viel ist, der kann um 17.30 mit einem Bus von der Burg Raeren samt Fahrrad gemütlich wieder nach Aachen fahren.

Der Fahrrad-Sommer ist ein Teil der Kampagne „FahrRad in Aachen”, die den Öchern zur Verbesserung der Luftqualität das Umsteigen aufs Rad näher bringen soll. „Aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger”, stellt Gisela Nacken, Planungs- und Umweltdezernentin, klar. Eher wünsche man sich, dass die Bürger dabei ihre Freude am Radfahren entdecken.

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