Aachen: Fahren unter Strom wird in Aachen immer beliebter

Aachen : Fahren unter Strom wird in Aachen immer beliebter

Wer sein Elektromobil mit dem letzten Rest Batteriestrom zum Parkhaus Mostardstraße dirigiert, könnte sich verzocken. Denn die Ladestationen der Stawag in der Parkhauseinfahrt sind derzeit außer Betrieb. Und bald werden sie ganz verschwinden.

Der Parkhauseingang sei „kein guter Standort“ erklärt Stawag-Unternehmenssprecherin Eva Wußing. Neben den Ladestationen für E-Bikes gab es dort bislang auch eine Zapfsäule für Elektroautos, die nach Auskunft der Stawag-Sprecherin nicht eben benutzerfreundlich platziert war. „Da konnte man kaum parken.“ Nun sollen die Ladestationen aus dem Zufahrtsbereich verschwinden.

Eine Anlaufstelle für ausgepowerte Elektromobile bleibt das Parkhaus Mostardstraße dennoch. „Die Ladestationen im zweiten Untergeschoss sind weiter zugänglich“, erklärt Eva Wußing, wobei wegen derzeit laufender Arbeiten in der Tiefgarage nicht auszuschließen sei, dass auch die mal vorübergehend außer Betrieb seien.

Mehr Schnellladestationen

Denn eigentlich läuft es gut an mit den Stromern in Aachen. „Das Thema nimmt Fahrt auf“, hat Wußing beobachtet. Die Nachfrage steige, ebenso entsprechend die Stromabnahme an den Ladestationen. Offenkundig sind immer mehr Elektrofahrzeuge auf Aachens Straßen unterwegs. Axel Costard, als Referent des Oberbürgermeisters mit dem Thema Elektromobilität befasst, verweist auf steigende Zulassungszahlen. Demnach gibt es im Stadtgebiet 445 reine Elektrofahrzeuge (Stand Januar 2018), Das sind 53 Prozent mehr als noch im Vorjahr und erhöht den Anteil der Stromer an der Gesamtzahl der Zulassungen auf 0,32 Prozent. Nimmt man die Hybridfahrzeuge hinzu, so kommt Aachen mit 943 E-Fahrzeugen auf einen Anteil von 0,84 Prozent. Die Stadt liegt damit über dem Bundesdurchschnitt, der bei 0,11 bei dem reinen Elektrofahrzeugen und 0,21 Prozent inklusive der Plug-in-Hybride liegt.

Um die Stromer mit Energie zu versorgen, betreibt die Stawag in Aachen 40 Ladestationen mit insgesamt 70 Anschlüssen. Meist stehen die in der Innenstadt, am Theater etwa, am Pontdriesch oder auch an der Schanz. Daneben gibt es derzeit drei Schnellladestationen. Am Klinikum, an der Krefelder Straße und am Quellenhof können eilige Elektromobilisten ihre Batterien in überschaubaren 30 Minuten aufladen.

„Wir planen noch acht weitere solcher Stationen“, sagt Stawag-Sprecherin Eva Wußing, „vorwiegend bei Supermärkten.“ So sollen künftig etwa am Krugenofen, an der Vaalser Straße, in Eilendorf, Haaren und an weiteren Standorten die Fahrzeuge flott geladen werden, während ihre Besitzer Einkäufe erledigen.

„Wir wollen die ökologische Mobilität fördern“, sagt Wußing. So bekommen etwa Ökostromkunden der Stawag eine Ladekarte, die sie an der Station einfach vor das Display halten, um danach kostenfrei Strom tanken zu können. Das Angebot gilt zunächst noch bis zum Ende des Jahres.

(wb)
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