Extinction Rebellion in Aachen

Spektakuläre Aktion am Puppenbrunnen : Kurzer Schock beim Einkaufsbummel

Die internationale Bewegung Extinction Rebellion Aachen startete am Samstag eine spektakuläre Umwelt-Aktion. „Tote“ wiesen eindringlich auf die drohenden Gefahren der Umweltzerstörung hin.

Extinction Rebellion startete nun auch in Aachen mit ersten Aktionen. Am Samstag schockierte die Gruppe bummelnde Menschen rund um den Puppenbrunnen in der belebten Krämerstraße mit einem so genannten „Die-in“. Gegen 12 Uhr war zunächst ein anschwellendes Ticken vernehmbar. Dann ertönte eine Sirene – im selben Moment fielen zahlreiche Menschen zu Boden und blieben regungslos liegen. Etwa eine halbe Minute lang lärmte die Sirene und die „Toten“ wurden von interessierten Passantinnen und Passanten umringt. Andere Mitglieder von Extinction Rebellion verteilten Flyer und erklärten ihre Aktion.

Die am Boden Liegenden trugen Zettel an ihrer Kleidung, auf denen sie verschiedenste, mit Klimakrise und Naturzerstörung assoziierte Todesursachen notiert hatten. „Die Menschheit zerstört ihren eigenen Lebensraum und wir wollen zeigen, wohin diese um sich greifende Vernichtung allen Lebens schon bald führen wird“, erklärte eine Aktivistin. „Die morgige Europawahl ist eine Klimawahl, unsere Zukunft steht auf dem Spiel!“, erklärte sie zur Wahl vom Sonntag

Nach einer kurzen Kundgebung löste sich die friedliche Versammlung auf und die Teilnehmenden zogen weiter, um das „Die-in“ an anderen Orten wie in Aachen zu wiederholen.

Extinction Rebellion Deutschland ist Teil einer internationalen Bewegung, die 2018 in Großbritannien begann. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass die Menschheit vor einer ökologischen Krise dramatischen Ausmaßes stehe, die schon jetzt zahlreiche Ökosysteme vernichte und in den kommenden Jahrzehnten bis zum Aussterben der Menschheit führen könne. Weil die Regierungen weltweit bisher darin versagten, angemessen auf diese Bedrohung zu reagieren, ruft die Bewegung zur gewaltfreien Rebellion auf, um wirksame Maßnahmen zur drastischen Reduktion von Treibhausgasemissionen und zum Schutz von Ökosystemen durchzusetzen.

Zwei Hauptforderungen der Organisatoren lauten beispielsweise: Die Klimakrise müsse ernst genommen werden. Die Regierung müsse mit den Medien die absolute und ungeschönte Dringlichkeit der Krise kommunizieren. Und: Die Regierung müsse verbindliche Maßnahmen ergreifen, um die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2025 auf Null zu senken und Konsum zu reduzieren.

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