Aachen: Europaplatz-Sperrung: Für Autofahrer läuft hier gar nichts rund

Aachen: Europaplatz-Sperrung: Für Autofahrer läuft hier gar nichts rund

Die Sperrung des Europaplatzes stellt Autofahrer im Berufsverkehr auf eine harte Geduldsprobe. Vor allem im Umfeld der Anschlussstelle Rothe Erde haben sich am gestrigen Montag, dem ersten Tag der Sperrung, lange Staus gebildet. Betroffen waren sowohl die Autobahn 544 als auch die städtischen Zubringerstraßen, die als Umleitungsstrecke ausgeschildert sind.

So kann Autofahrern, die die Autobahn nutzen müssen, für die kommenden zwei Wochen nur geraten werden, auf die Autobahnanschlussstellen an der Krefelder oder Trierer Straße auszuweichen. Mit Behinderungen muss vor allem am Berliner Ring gerechnet werden. Geänderte Spurführungen und Ampelschaltungen sollen die Leistungsfähigkeit im Bereich der Anschlussstelle zwar verbessern, völlig zu vermeiden sind Staus aber wohl nicht.

Geduld mussten Autofahrer auch auf der Breslauer Straße beziehungsweise Jülicher Straße zeigen, die derzeit zusätzlich den Verkehr aufnehmen müssen, der ansonsten bereits ab Europaplatz auf der Autobahn unterwegs ist. Echte Beschwerden habe es allerdings nicht gegeben, wie Polizeisprecher Paul Kemen auf Anfrage mitteilte.

Was entweder bedeutet, dass Autofahrer Kummer gewohnt sind oder die Probleme dann wohl doch nicht gar so groß sind. Ohnehin geht die Polizei davon aus, dass sich die Lage in den nächsten Tagen etwas normalisieren wird. Erfahrungsgemäß suchen sich Autofahrer neue Strecken oder verändern ihre Abfahrtzeiten.

Derweil haben die Bauarbeiter am Europaplatz gleich am ersten Tag mächtig Hand angelegt. Die alte Asphaltdecke ist am Montag bereits komplett weggeschreddert worden, sie soll in den nächsten Tagen im Auftrag des Aachener Stadtbetriebs grundlegend saniert werden. Zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit seien die Arbeiten unumgänglich, betont der Stadtbetrieb, der am liebsten schon in den Sommerferien losgelegt hätte. Mit Rücksicht auf die Bahnsperrungen zwischen Aachen und Düren sowie auf die Reit-Europameisterschaft wurden die Sanierungsarbeiten jedoch nach hinten verschoben.

Spätestens am Montag, 7. September, soll der Verkehr wieder normal rollen können. Je nach Wetterlage kann es auch schneller gehen. Die Fahrbahnmarkierungen werden hingegen erst später aufgebracht. Eine erneute Vollsperrung wird dafür nach Angaben der Stadt jedoch nicht nötig sein.

Die Zeit der Sperrung des Europaplatzes nutzt auch der Landesbetrieb Straßen NRW für Sanierungsarbeiten auf der A544. Dort muss voraussichtlich noch bis November mit Behinderungen gerechnet werden.

(gei)
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