Eurogress schwimmt weiter auf Rekordwelle

Eurogress schwimmt weiter auf Rekordwelle

Hinter der glitzernden Fontäne im Brunnen an der Monheimsallee sprudeln die Einnahmen weiter auf Rekordniveau: Die Bilanz der Event-Experten aus dem Eurogress glänzt fast so schön wie das Gefieder der Enten im Teich vor dem Neuen Kurhaus. Eurogress-Chefin Kristina Wulf drückt das naturgemäß ein wenig nüchterner aus, aber nicht weniger euphorisch: „Wir blicken zurück auf ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr 2018.“

„Mit einem Gesamtertrag von rund 5,5 Millionen Euro haben wir fast 500.000 Euro mehr eingenommen als kalkuliert“, frohlockt Wulf. Damit sind die Erlöse gegenüber dem Vorjahr um stolze 242.000 Euro geklettert, obwohl bei den Aufwendungen ein Plus von gut 30.000 Euro veranschlagt wurde. Unterm Strich musste die Stadt für das Tagungs- und Kulturzentrum am Stadtpark lediglich rund 1,6 Millionen zuschießen, 2017 lag das obligatorische Minus immerhin noch bei rund 1,8 Millionen.

Und es soll noch viel besser kommen, berichteten Wulf und Klaus-Dieter Jacoby, CDU-Ratsherr und Vorsitzender des zuständigen städtischen Betriebsausschusses, am Freitag vor Ort. „Wir können jetzt schon sagen, dass 2019 ein absolutes Rekordjahr wird“, versicherte Wulf.

Rundum zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2018: Eurogress-Chefin Kristina Wulf und Klaus-Dieter Jacoby, Vorsitzender des städtischen Betriebsausschusses für das Haus an der Monheimsallee. Foto: dmp press (Ralf Roeger)/Ralf Roeger

Zumal die Veranstaltungsprofis auch mit den prosperierenden Standorten an der Kühlwetterstraße und an der Krefelder Straße weiter auf Wachstumskurs unterwegs sind. 67 Veranstaltungen mit rund 40.000 Teilnehmern sind im vergangenen Jahr allein im Tivoli gezählt worden. Seit die Dependance im Stadion 2014 an den Start gegangen ist, ist der Umsatz dort um knapp 24 Prozent geklettert. Zu zwölf großen Gastspielen inklusive Kirmes- und Zirkus-Spektakeln auf dem Bendplatz strömten allein 900.000 Besucher. Und im Stammhaus an der Monheimsallee sind insgesamt 231 Kongresse und kulturelle Highlights mit 170.000 Gästen über die Bühnen gegangen.

„Besser als zurzeit kann es gar nicht laufen“, übermittelte denn auch Jacoby ein „ganz großes Lob aus allen Fraktionen im Betriebsausschuss“. Dem hat sich im Übrigen auch die Fachwelt mehr als einmal angeschlossen. Im Online-Voting des Magazins „BlachReport“ landete das Eurogress auf Anhieb auf Platz sechs unter den bundesdeutschen Event-Standorten. In einer internationalen Umfrage rangierte Aachen gar auf Platz drei hinter Deutschland im Ganzen und der Region Köln/Bonn. Und auch das gastronomische Angebot zergeht den Experten auf der Zunge: Wie im Vorjahr wurde Eurogress-Caterer „lemonpie“ im „BlachReport“ mit Bestnote ausgezeichnet – Platz 1 im nationalen Ranking.

Über mangelnde Auslastung (in jedem Sinne) kann das 35-köpfige Eurogress-Team just in diesen Tagen erst recht nicht klagen. „Bis Ende Januar haben wir bereits 206 Veranstaltungen für 2019 verzeichnet“, erklärte Wulf. „Das nächste Rekordjahr zeichnet sich schon ganz klar ab.“ Denn selbst unter den ganz großen „global playern“ in Sachen Tagungsgeschäft spiele der Standort Aachen zunehmend „in der Champions League“ neben international renommierten Standorten wie Montreal, Sydney, Buenos Aires oder Florenz, Kazan und Lyon. So werden im August zum Beispiel rund 1700 Chemiker und Biologen beim „EuropaCat“ (European Congress of Catalysis) erwartet. Zum 23. Welt-Akustik-Kongress im September haben sich 1850 Teilnehmer angemeldet, um nur diese zu nennen.

Auch im kulturellen Spielplan tummelt sich reichlich Prominenz. Topcomedians wie Torsten Sträter, Carolin Kebekus und Felix Lobrecht haben sich angesagt, Bands wie Cat Balou, Erst Allgemeine Verunsicherung, Herman van Veen und sein Ensemble geben sich die Ehre. Große Messen wie „Caravan & Camping“, weitere Zirkus-Gastspiele und natürlich der nächste große Frühjahrsbend sorgen für Furore an der Kühlwetterstraße. Und der Vorplatz des Tivoli mutiert Mitte Juni zum zweiten Mal zur „Aachener Bierbörse“.

Das Stadion selbst wird übrigens nicht nur beim erfolgreichen Weihnachtssingen einmal mehr gestürmt: Im Juni steht sogar eine Europameisterschaft der speziellen Art an der Krefelder Straße – Ausrichter: Eurogress Aachen – auf dem Spielplan. Bei der „EM der Notare“ zeigen die besten Juristen-Teams des Kontinents ihr Können am runden Leder. Noch ein Grund, dem Team um Kristina Wulf spätestens anno 2019 echte Champions League-Qualitäten zu bescheinigen ...

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