Krippenweg : Etwas Ruhe und Besinnung im Weihnachtstrubel

Krippenweg : Etwas Ruhe und Besinnung im Weihnachtstrubel

Passend zur dunklen Jahreszeit und pünktlich zum ersten Advent ist es wieder so weit: Der 19. Aachener Krippenweg unter dem Titel „Folget dem Stern“ verwandelt ab sofort die Kaiserstadt in einen atmosphärischen und vielseitigen Krippenweg.

Insgesamt 37 Stationen laden Groß und Klein ein, die stimmungsvollen Weihnachtsdarstellungen und die internationale Krippenkunst zu entdecken. Eröffnet wurde der Krippenweg unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Marcel Philipp traditionell in der Elisengalerie, wo der Martin-Luther-Chor aus Herzogenrath mit Weihnachtsliedern für erste Besinnlichkeit im zuweilen hektischen Alltagsgeschäft sorgte.

„Ich freue mich sehr, dass wir dieses Jahr nun den 19. Aachener Krippenweg präsentieren. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die zahlreichen Kirchen, Klöster und Institutionen der Stadt tolle und einzigartige Krippen aufbauen“, betonte Caroline Weber, Veranstalterin des Krippenweges. Weltweit am Dom, die Einhard-Verlagsbuchhandlung, das Ibis-Hotel am Marschiertor oder auch das Rathaus sind neben vielen Kirchen und Klöstern nur ein paar der Anlaufstellen.

Wieder mit dabei ist die bei Aachenern und Besuchern gleichermaßen beliebte, vor 130 Jahren von den Schwestern vom armen Kinde Jesu gestaltete Wachskrippe, die in der frisch renovierten Kind-Jesu-Kapelle zu bewundern ist. Neben dieser historischen Krippe hat sich in Aachens Kirchen ein einmaliger Schatz weiterer Krippen aus dem empfindlichen Material erhalten. Sie stammen allesamt aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert und haben sich in einer derartigen Fülle nirgends sonst in Nordwestdeutschland erhalten.

Im Aachener Rathaus wartet indes eine von der in den Niederlanden lebenden Künstlerin Elvira Schütjens geschaffene Krippe mit zarten Filzfiguren auf die Besucher. Überhaupt ist die Vielfalt an Stilen und Materialien, in denen die Arbeiten auf dem Krippenweg gestaltet wurden, riesengroß. Sogar Krippen aus Lateinamerika, Asien oder Afrika können bis zum 6. Januar bestaunt werden.

Spenden an der Krippe im Elisenbrunnen kommen auch dieses Jahr wieder dem Kinderheim Maria im Tann zugute. Bürgermeisterin Hilde Scheidt erinnerte in dem Zusammenhang an die Symbolwirkung der Krippe: „Die vorweihnachtliche Zeit dient der Besinnung und der Ruhe. Die Krippe ist ein Symbol für die Suche nach einer Bleibe und Unterkunft sowie für Ruhe. In Aachen haben wir bewiesen, dass wir offene Türen haben und achtsam miteinander umgehen. Und darum soll es auch in der Adventszeit gehen.“

(svp)
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