Aachen: Es ist viel Potenzial im Westparkviertel vorhanden

Aachen : Es ist viel Potenzial im Westparkviertel vorhanden

„Das Westparkviertel ist ein dynamisches Quartier, in dem Menschen aller Altersstufen und Herkunft leben. Deshalb ist es für ältere Menschen attraktiv, denn sie fühlen sich wohl, in einem gemischten Umfeld“, erklärt Dr. Marius Otto, Sozialplaner der Stadt Aachen. Er war einer der Gesprächspartner beim 1. Bürgerforum vom Quartiersbüro 55 plus zum Thema „Gut älter werden im Westparkviertel“.

„Mit 40 Teilnehmern, die sich sehr engagiert in die Diskussion einbrachten und ihr Interesse an der intensiven Projektarbeit an einem Folgetermin bekundeten, war der Abend sehr erfolgreich“, freute sich Quartiersmanagerin Marion Bergk. Das Quartiersbüro hat im September 2017 die Arbeit aufgenommen, das Projektgebiet erstreckt sich vom Löhergraben bis an die Grenze zu Vaalserquartier.

„Ziel aller Bemühungen ist, dass ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt und in vertrauter Umgebung leben, Gemeinschaft erleben, soziale Kontakte pflegen und sich einfach wohlfühlen können“, erklärt Bergk.

Sie forderte die Anwesenden auf, zunächst aufzulisten, was positiv ist — es punktete vor allem der Westpark als grüne Lunge und Treffpunkt für alle Altersstufen. Und: Durch das Luisenhospital, das Franziskushospital und zahlreiche Ärzte ist die medizinische Versorgung hervorragend. Für Senioren gibt es das Altenheim St. Elisabeth, in dessen Gebäude sich auch das Quartiersbüro 55 plus befindet. Dann gibt es noch das AWO-Seniorenzentrum Morillenhang und das Klosterstift Radermecher.

Auch die Tatsache, dass das Westviertel sowohl innenstadtnah als auch „um die Ecke von Belgien und den Niederlanden“ liegt, wurde als Standortvorteil bewertet. In einer angeregten Gesprächsrunde erarbeiteten die Teilnehmer Verbesserungsvorschläge. Einhelliger Wunsch: ein Treffpunkt für Bürger aller Generationen im Viertel. „Es fehlt ein Begegnungszentrum, in dem man sich sowohl in lockerer Atmosphäre als auch zu bestimmten Veranstaltungen an zentraler Stelle treffen kann.

Die Idee eines Pavillons am Westpark hatte leider nicht funktioniert“, erklärte Marianne Genenger-Stricker von der KatHo Aachen. Sie wird im Mai mit Studierenden eine Fragebogenaktion im Quartier durchführen. Ein Café am Park wurde als weitere Anregung festgehalten. Auch stellten die Anwesenden fest, dass das bestehende kulturelle und soziale Angebot im Quartier zwar gut ist, aber wenig bekannt gemacht wird.

Das Projekt des Landes zur Entwicklung des Westparkviertels zu einem altersgerechten Quartier ist auf drei Jahre angelegt. Ansprechpartnerin ist Quartiersmanagerin Bergk unter Telefon 0241/87918-888 und E-Mail quartier-am-westpark@gmx.de. Infos auf www.st-elisabeth-ac/quartier-55-plus.

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