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Infektion: Erster Affenpocken-Fall in der Städteregion bestätigt

Infektion : Erster Affenpocken-Fall in der Städteregion bestätigt

Der seit Mittwoch geführte Verdachtsfall auf eine Affenpocken-Infektion in Aachen hat sich bestätigt. Weitere enge Kontakte soll der 28-Jährige nicht gehabt haben.

In der Städteregion Aachen ist heute der erste Fall von Affenpocken bestätigt worden. Diagnostiziert wurde die Krankheit bei einem 28-jährigen Mann aus Aachen. Das Gesundheitsamt hatte für ihn schon seit Mittwoch, als er noch als Verdachtsfall galt, strikte häusliche Isolierung angeordnet.

Die Infektion erfolgte nach Recherchen des Gesundheitsamtes in Portugal, wo der Betroffene Kontakt zu einem gesicherten Affenpockenträger hatte. Weitere enge Kontaktpersonen zu dem Infizierten gab es nicht, weshalb keine weiteren Quarantänen ausgesprochen werden mussten. Das Robert Koch-Institut (RKI) ordnet eine Isolation von mindestens 21 Tagen an.

Affenpocken ist eine durch Viren verursachte Erkrankung, die sich vor allem durch Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie einen Ausschlag mit Bläschen oder Pusteln äußert. Der vermutete Übertragungsweg bei den aktuellen Fällen in Deutschland ist – laut Bundesministerium für Gesundheit – sehr enger Körperkontakt, insbesondere Geschlechtsverkehr. Ohne engen Körperkontakt wird von einem geringen Übertragungsrisiko ausgegangen. Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland wird nach derzeitigen Erkenntnissen des Robert Koch-Instituts (RKI) als gering eingeschätzt.

„Die Situation ist nicht mit der Corona-Pandemie zu vergleichen. Insofern besteht keine Gefährdungslage für die breite Bevölkerung. Es gilt einzig die Empfehlung, Intimitäten mit Menschen, die man nicht kennt, zu vermeiden. Zudem sollte man, wenn Fieber in Kombination mit ungewöhnlichen Hautveränderungen auftritt, bitte einen Arzt kontaktieren, um alles weitere abklären zu lassen,“ sagt der Gesundheitsdezernent der Städteregion, Michael Ziemons.

Die Situation werde laut Ziemons auch in der Städteregion Aachen weiter genau beobachtet. Das NRW-Gesundheitsministerium hatte schon vor einigen Tagen Ärztinnen und Ärzte sowie die Gesundheitsämter um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten.

Auch der Rhein-Erft-Kreis meldet einen ersten bestätigten Fall. Bei einem 22-Jährigen sei eine Infektion mit Affenpocken nachgewiesen worden, wie der Kreis am Montag mitteilte. Der Mann aus Frechen habe milde Symptome und sich vermutlich im Ausland angesteckt. Weitere Kontakte in seinem Umfeld seien nicht bekannt. Häusliche Quarantäne sei angeordnet. Weitere Fälle hatte es in NRW auch schon in Köln, Düsseldorf und Münster gegeben.

(red)