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Affenpocken: Erster Aachener Verdachtsfall hatte keine Kontaktpersonen

Affenpocken : Erster Aachener Verdachtsfall hatte keine Kontaktpersonen

In NRW sind die ersten Fälle von Affenpocken-Infektionen aufgetreten. Aus der Aachener Region wird ein erster Verdachtsfall gemeldet, der seit Mittwoch in Isolation ist.

Das Affenpocken-Virus hat wahrscheinlich auch die Aachener Region erreicht. Am Mittwoch stellte sich ein 28-jähriger Mann mit Fieber und pockenähnlicher Hautveränderung in einer Arztpraxis in Aachen vor. Im Verlauf der Untersuchung stellte sich heraus, dass der Patient vor zwei Wochen in Portugal Kontakt zu einem gesicherten Affenpockenträger hatte.

Die in der Praxis tätigen Infektiologen Heribert Knechten und Daniel Beer informierten umgehend das Gesundheitsamt der Stadt Aachen und verordneten dem Patienten eine 21-tägige Isolation. Zur Sicherung und Abklärung nahmen sie einen Abstrich vor, der derzeit im Robert Koch Institut in Berlin ausgewertet wird.

„Es ist beeindruckend, wie schnell das Virus, das zur Affenpockeninfektion führt, seinen Weg in unserer Region fand“, kommentierte Knechten den Verdachtsfall. „Gleichsam darf der Fall in Aachen durchaus als Warnhinweis auf eine Zunahme der Infekte mit dem Virus verstanden werden.“

Am Freitagmorgen teilte Holger Benend, Pressesprecher des Gesundheitsamtes Aachen, auf Anfrage mit, dass der 28-Jährge zwar ein „hochgradiger Verdachtsfall“ sei, aber immerhin keine weiteren Kontaktpersonen hatte. Das Gesundheitsamt warte derweil auf die Ergebnisse aus dem Robert Koch Institut.

(ML)