Aachen: Erste Pulse of Europe-Demo auf dem Katschhof

Aachen : Erste Pulse of Europe-Demo auf dem Katschhof

Europa sichtbar machen: Das ist nach wie vor das große Ziel der Bewegung Pulse of Europe, die sich jetzt nach einer kurzen Winterpause am Sonntag erneut auf dem Katschhof traf. Zwischen zwei- und dreihundert Europa-Anhänger hatten sich um 14 Uhr eingefunden, um unter anderem auch Geburtstag zu feiern.

Denn vor genau einem Jahr stand Joachim Sina als einer der Organisatoren zum ersten Mal vor den Anhängern von Pulse of Europe. Und auch ein Jahr danach beginnt wieder alles mit einem kräftigen Pulsschlag aus den Lautsprechern: Ganz offensichtlich ist die Bewegung noch immer lebendig, auch wenn diesmal nicht so viele Anhänger gekommen sind wie in den besten Zeiten (bis zu 3000).

Doch das Anliegen der Europa-Anhänger ist nach wie vor brisant. Niemand machte das schöner deutlich als die zwölfjährige Fanny: „Wir Kinder brauchen Europa“, sagte sie und bekam dafür viel Applaus. „Wir wollen in anderen Ländern studieren und arbeiten.“ Ganz spontan hatten sich verschiedene Redner vors Mikro gestellt, um ihre Sicht auf Europa und die Bewegung Pulse of Europe zu beschreiben.

Große Herausforderungen

„Wir haben schwere Zeiten hinter uns, aber auch vor uns“, sagte Joachim Sina, der gemeinsam mit Manfred Kutsch durchs Programm führte. Die Wahlen in Italien, der Brexit und die neue Regierung in Deutschland sind dabei einige der zentralen Themen. Dazu kommen Probleme wie Jugendarbeitslosigkeit, Flüchtlingspolitik und zunehmender Populismus. „Europa steht vor dem Kollaps“, fürchtet Sina. Für die Werte Europas einzutreten und sie hochzuhalten sei das Ziel all derer, die der Bewegung folgen. Zum Treffen kam auch Hajo Bülles, stellvertretender Bürgermeister Würselens, der ein ganz persönliches Stimmungsbild zu den Parlamentswahlen in Italien zeichnete. Andreas Trossmann, Geschäftsführer der Euregio-Messe, öffnete den Blick in die Niederlande und Belgien.

Und wenn der französische Staatspräsident Emanuel Macron demnächst in Aachen mit dem Karlspreis ausgezeichnet wird, will auch Pulse of Europe einen Beitrag leisten. Dass die Wahl diesmal auf Macron gefallen ist, freut Iris Hilker und ihre Mitstreiter ganz besonders. „Macron zeichnet ein neues Bild von Europa an die Wand“, sagt sie und fügt hinzu: „Es wäre schön, wenn das hier auch der Fall wäre.“ In Zukunft will Pulse of Europe wieder jeden ersten Sonntag im Monat mit blauen Luftballons, Europafahnen und viel Elan für Europa mobilisieren.

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