Eröffnung von Babor in Aachen

Eröffnung nach vier Jahren Bau : Babor eröffnet futuristisches Gebäude „The Curve“

Wenn in Aachen neu gebaut werden soll, dann kann das schon mal etwas dauern. Aber die Neuenhofstraße in Eilendorf ist nicht der Büchel in der Altstadt und deshalb lagen zwischen Planungsbeginn und Einweihungsparty bei Babor nur eben vier schnelle Jahre.

Am Samstag hat das international erfolgreiche Kosmetikunternehmen Babor aus Aachen den neuen Firmensitz „The Curve“ eingeweiht.

Oberbürgermeister Marcel Philipp ist begeistert. „Wir haben hier von Beginn an nicht viele Bedingungen gestellt. Wir haben hier etwas gemacht, das der Stadt einfach richtig gut tut“, sagt Philipp. Wenn man die Gesetze des freien Marktes eben mal für sich wirken lasse, dann könne so etwas wie „The Curve“ entstehen. Der OB spricht zur Gründerfamilie der Luxuskosmetikmarke, Bauunternehmern und Architekten des markanten Gebäudes. „Das Gebäude könnte so auch in Hamburg oder Berlin stehen“, sagt Philipp und alle nicken. Die regionalen Unternehmen Schlun, sowie Derichs und Konertz haben „The Curve“ dann gebaut.

Futuristische Gebäude

Die Gesetze des freien Marktes haben ein futuristisches Gebäude mit viel Glas und weißen, das Gebäude umschlingende Kurvenelementen möglich gemacht. Babor hatte dem Architekten Joachim Kranendonck (K2 Architekten Aachen) aufgegeben, das Gelände zwischen Neuenhofstraße und Gut Weide maximal auszunutzen.

Die Firma wächst seit Jahren und da in der direkten Umgebung des Unternehmenssitzes keine weiteren Flächen frei sind, galt es, den vorhandenen Platz bestmöglich auszunutzen. „The Curve“, wie Kranendonck das Gebäude getauft hat, verbindet jetzt den alten Verwaltungstrakt, in dem die Geschäftsleitung sitzt, mit den Produktions- und Logistikhallen. Denn auf dem Firmengelände wird produziert, versendet, verwaltet und ausgebildet.

Wer online bei Babor bestellt, erhält ein Produkt, das in Aachen produziert wird und von Aachen aus in die Post geht. Das Herzstück des Neubaus liegt im fünften Stock. Das Penthouse, wie die Leute von Babor sagen. Mit Blick über Aachen und Eilendorf werden hier zukünftig alle Kosmetikerinnen weitergebildet, die Babor-Produkte verwenden. Weltweit.

Nachhaltig konzipiert

„The Curve“ ist aber nicht nur schick sondern ebenso nachhaltig. Die Heizungs- und Klimaanlage des Gebäudes wird geothermisch betrieben. Dafür greifen 36 Rohrleitungen bis zu 100 Meter unter dem Gebäude auf Erdwärme zu. Der aufwändige Bau wurde nun einige Monate später als erwartet eingeweiht. Horst Robertz, mit Michael Schummert und Stefan Kehr Geschäftsführer, nimmt das aber mit einer großen Portion Humor und noch mehr Selbstbewusstsein: „Wir sagen das mal in Richtung Berlin: Man kann durchaus noch fristgerecht bauen.“

Babor denkt langfristig. In den nächsten 20 Jahren soll der Bau weiterentwickelt werden und dann vor allem als Forschungsstandort für innovative Kosmetikprodukte dienen. Die Luxusmarke arbeitet daran, den Kunststoffverbrauch der Produkte weiter zu reduzieren. Die Ampullen mit luxuriösen Faltenmittelchen, welche die Firma weltbekannt gemacht haben, sind bereits aus recyclebarem Glas gefertigt.

Ein kurzer Schnitt

Der Verwaltungsrat, in dem die Nachfahren des Firmengründers sitzen, hat als Marschrichtung mehr Umweltschutz ausgegeben. „Die Welt hat mehr Kosmetik Made in Germany, Made in Aachen nötig“ sagt Firmenerbe Dr. Martin Grablowitz. Geschäftsführer Robpertz reicht Jutta Kleine-Tebbe, deren Vater Leo Vossen das Unternehmen 1962 von Firmengründer Michael Babor erworben hat, eine große Schere und „schnipp“: so schnell kann das gehen in Aachen mit gelungenen Neubauten.

Vor der Tür stehen schon einige der 500 Mitarbeiter samt Familien. Babor hat alle Angestellten zum Tag der Offenen Tür eingeladen. Die Hüpfburg steht, das Karussell fährt, Waffelstände und Food-Trucks haben das Essen fertig. Alle sind eingeladen.

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