Erneute Gewalt gegen Polizeibeamte

Jugendliche greifen Beamte an : Erneute Gewalt gegen Polizisten am Wochenende

Zu teils heftigen Gewaltausbrüchen gegenüber Polizeibeamten ist es am Wochenende wieder gekommen. Während der Einsätze wurden zwei Polizisten verletzt. Bei einem Einsatz waren zehn Streifenwagen angerückt.

Der erste Vorfall, bei dem Gewalt gegen die Beamten ausgeübt wurde, ereignete sich laut Polizei am Freitag, 18. Januar. Ein 18-Jähriger ist an der in der Robert-Koch-Straße in Alsdorf über eine rote Ampel unmittelbar vor einem Streifenwagen gefahren.

Er weigerte sich in der anschließenden Kontrolle partout seinen Personalausweis vorzuzeigen. „Stattdessen beleidigte er die Polizisten auf das Übelste“, heißt es in dem Bericht. Bei der anstehenden Durchsuchung nach Ausweisdokumenten schlug und trat der Mann heftig um sich und verletzte dabei einen Beamten.Ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurde eingeleitet.

Der zweite Vorfall ereignete sich in der Nacht des 19. Januars. Ein größere Gruppe Jugendlicher fiel in der Karl-Kuck-Straße in Aachen-Brand laut Polizei mehrfach aufgrund von Ruhestörungen auf. Ein 18-Jähriger, der die ankommenden Polizisten mit dem Wort „Hurensöhne" beleidigt und versucht hatte, sich der bevorstehenden Kontrolle zu entziehen, konnte von den Beamten festgehalten werden.

Die übrige Gruppe ging gemeinsam auf die Polizisten los und versuchte, den 18-Jährigen von den Polizisten loszureißen. Ein Beamter bekam dabei einen Faustschlag ins Gesicht und wurde verletzt. „Nur mit zahlreicher Unterstützung gelang es der Polizei die Lage unter Kontrolle zu bringen, zeitweise waren zehn Streifenwagen im Einsatz“, heißt es im Bericht.

Gegen 13 Jugendliche wurden ein Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen versuchter Gefangenenbefreiung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

(red/pol)