Aachen: Erfolgsgeschichte: 25 Jahre Kaleidoskop Filmforum

Aachen: Erfolgsgeschichte: 25 Jahre Kaleidoskop Filmforum

Die große Kunst des Films ist an diesem Mittag allgegenwärtig: Im Gartensaal von Haus Matthéy hat der Verein Kaleidoskop den roten Teppich ausgerollt für das Lichtspieltheater, denn es ist nicht weniger als das Silberjubiläum des Filmforums, das hier gefeiert wird.

Im kleinen Kreis, mit vielen Weggefährten und wenig „staatstragenden Reden“, wie die Vorsitzende Doris Talpay lächelnd betont. „Unsere vielen Begleiter, treuen Gäste und Freunde haben unsere Erfolgsgeschichte bis heute möglich gemacht. Deshalb stehen sie heute im Mittelpunkt“, betonte Talpay.

Premieren, lang verschollene Schätze aus der Filmgeschichte, effektvoll durch Live-Musik, an einem besonderen Aufführungsort oder in der Reihe „Film mit Gabel“ durch kulinarisches Beiwerk in Szene gesetzt — das sind seit 1992 die Aushängeschilder von Kaleidoskop.

Das Hauptaugenmerk des Vereins liegt auf der Organisation von außergewöhnlichen Veranstaltungen. In mühevoller Kleinarbeit, unterstützt von unaufhörlichem Eifer der Mitglieder, sind sie Hommages an die Höhepunkte der Filmkultur. „Wir versuchen stets, nationale und internationale Filmgeschichte mit der Aachener Filmkultur wirkungsvoll zu verbinden, halten alle selbst Ausschau auf internationalen Festivals“, erklärt Talpay.

Der gemeinnützige Verein Kaleidoskop bringe auf diese Weise den Interessierten andere Filmkulturen näher. Rund 30 unterschiedliche Programme pro Quartal werden von den in Kaleidoskop organisierten Initiativen angeboten. Kooperationen mit verschiedenen Partnern stellen die Programme auf eine breite Basis. Aktuell läuft im Suermondt-Ludwig-Museum die Reihe „Lisbon Stories“, in der jeden Sonntag zur Frühstückszeit Filme rund um Lissabon und Portugal zu sehen sind.

Starke Marke

„Kaleidoskop stellt Verbindungen her zwischen Geschichte, Literatur, Publizistik, Tanz, Musik, Fotografie und Film“, freut sich Talpay. Kulturdezernentin Susanne Schwier würdigte den Verein, der in Aachen und Der Region 25 Jahre Filmgeschichte mitgeschrieben hat. „Kaleidoskop ist eine starke Marke“, stellte Schwier lobend fest.

Auch Olaf Müller, Leiter des Kulturbetriebs der Stadt Aachen, gratulierte den engagierten Ehrenamtlern persönlich. Mit viel zeitlichem und ideellem Aufwand betreibt der Verein eine Sparte innerhalb des städtische Kulturprogramms, die nicht mehr wegzudenken ist.

Ebenso wie die „Kaleizette“: Seit ihrem erstmaligen Erscheinen im April 1994 bietet die kostenlose Filmzeitschrift vier Mal im Jahr Informationen rund um das Aachener, nationale und internationale Filmgeschehen. Über eine kleine Ausstellung der Kaleizette freuten sich viele Gäste der ersten Stunde. Ihnen allen prostete Doris Talpay zu und trank auf das Wohl der nächsten 25 Filmjahre in Aachen.

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