Erinnerung Trainer-Legende Werner Fuchs: Er war einer der größten Alemannen

Erinnerung Trainer-Legende Werner Fuchs : Er war einer der größten Alemannen

Werner Fuchs wäre am 25. Oktober 70 Jahre alt geworden. Mit einer Diskussionsrunde und einer Ausstellung im Klömpchensklub im Tivoli erinnert der Verein an den Trainer, der 1999 wenige Tage vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga gestorben ist.

„Manchmal, da konnte der Werner auch laut werden, aber er verlor nie die Form. Egal in welcher Situation, er handelte immer respektvoll. Das fand ich schon damals bewundernswert“. Als der ehemalige Alemannia-Torwart Christian Schmidt begann, über Werner Fuchs zu sprechen, dann redete er nicht nur über seinen einstigen Trainer, sondern vor allem über seinen guten Freund und einen Menschen, der Spuren hinterlassen hat. Bei Spielern, Fans und innerhalb der Stadt selbst. Dieses Jahr wäre Werner Fuchs 70 Jahre alt geworden. Der frühere Fußballspieler und Trainer der Alemannia starb am 11. Mai 1999 völlig überraschend während eines Waldlaufs mit der Aachener Mannschaft an einem Herzinfarkt. Ihm zu Ehren organisierten der Klömpchensklub und Alemannia Aachen eine Gedenkfeier, die das Leben und vor allem das Wirken von Werner Fuchs noch einmal aufleben ließ.

Die Coach trainierte er zwischen 1984 und 1987 und von 1996 bis zu 1999. Er führte die Alemannia zum Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga, konnte die Vollendung dieses Erfolges jedoch selbst nicht mehr erleben. Das Meisterschaftsspiel, in dem schließlich der Aufstieg besiegelt werden konnte, ging nicht nur in die Geschichte der Fanherzen ein. „Werner Fuchs hat die Grundlage für zehn tolle Jahre geschaffen und viele Menschen sind ihm emotional stark verbunden. Deshalb haben wir seinen 70. Geburtstag zum Anlass genommen, alte Erinnerungen wach werden zu lassen und das Vereinsleben zu pflegen“, betonte Alois Poquett, Geschäftsführer des Klömpchensklub.

Neben Alemannia Aachen-Präsident Dr. Martin Fröhlich waren auf der kleinen Feier viele Fans und Familienangehörige von Werner Fuchs anwesend sowie einige Spieler, die über die Zeit mit ihrem Trainer berichteten. So erzählte Stephan Lämmermann: „Werner war menschlich und sportlich einfach top. Er schaffte es, 25 verschiedene Charaktere unter einen Hut zu bekommen.“ Und Christian Schmidt ergänzte: „Er nahm sich einfach Zeit für die Mannschaft und für jeden von uns. Werner führte zudem Einzelgespräche und war nicht nur Mannschaftstrainer und Torwarttrainer, sondern auch ein Freund, mit dem man viele gemeinsame Erlebnis teilte.“

Dass sein Wirken auch heute noch präsent ist, machen Plakate und eine legendäre Fahne deutlich, die nach wie vor im Stadion sichtbar sind. Ebenfalls Ausdruck von höchster Anerkennung war im Jahr 2009 die Bezeichnung des neuen Amateurstadions, welches auf Vorschlag der Fans „Werner-Fuchs Stadion“ getauft wurde. Am zwölften Todestag wurde auch das Haus der Fan-IG nach ihm benannt.

„Werner Fuchs hat der Mannschaft damals das größte Geschenk überhaupt gemacht: Den Aufstieg. Er ist bis heute unvergessen und hat die Herzen der Fans und der Öcher im Sturm erobert“, so Stadionsprecher Robert Moonen.

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