Aachen: Energiespartage: Mit steigenden Kosten umgehen

Aachen: Energiespartage: Mit steigenden Kosten umgehen

Die Energiekosten werden weiter steigen. Das ist Grund genug, sich Gedanken über Einsparpotentiale zu machen. Ob Unternehmer oder Privatmann - Möglichkeiten, Energie und damit Geld zu sparen, gibt es viele.

Die 4. Aachener Energiespartage unter dem Motto „Bauen-Sanieren-Wohnen-Leben” zeigen vom 13. bis 15. November im Eurogress, was Mieter oder Hauseigentümer konkret tun können. „Die zunehmende Bedeutung des Energiesparens haben wir alle schmerzlich erfahren müssen - mit der Gasrechnung oder an der Tankstelle”, sagt Organisator Till Schüler.

Einblicke in die Praxis

Rund 100 Aussteller aus den Bereichen Energetisches Bauen und Sanieren, Energieeinsparung und aus dem gesamten Spektrum der regenerativen Energien werden sich auf der Messe präsentieren. Während sich die erste Veranstaltung noch vornehmlich an das Fachpublikum richtete, öffnet sich die Messe nun für alle Interessierten und präsentiert sich unter dem neuem Namen „Aachener Energiespartage”. Zudem verzichtet das Eurogress als Veranstalter diesmal auf Eintrittspreise.

Lediglich Fachbesucher wie Architekten oder Ingenieure bezahlen, sofern sie einen Fortbildungsnachweis benötigen, einmalig 35 Euro. „So möchten wir als Veranstalter allen Menschen die Chance geben, sich über dieses wichtige Thema ausführlich informieren zu lassen”, erklärt Eugen Rinder, scheidender Geschäftsführer des Eurogress.

Neu ist auch eine Handwerkerplattform. Dabei werden vor allem die praktischen Anwendungen beleuchtet. „In diesem Jahr möchten wir nicht nur zeigen, mit welchen Methoden man energetisch sanieren und Energie einsparen kann, sondern auch ganz praktisch vorführen, wie unterschiedliche Baustoffe und Anwendungen funktionieren”, erklärt Dr. Maria Vankann, die die Plattform mitorganisiert hat.

Handwerker werden praxisnahe Einblicke in ihre Gewerke geben. Dazu bringen sie sämtliche Materialien mit und werden sie vor den Augen des Publikums verarbeiten. Demonstriert werden zum Beispiel der fachgerechte Einbau von Wärmefenstern oder das Einspritzen von Dämmstoffen. Die Besucher können Fragen stellen und über individuelle Lösungen diskutieren. Außerdem können sie die Materialien anfassen , um die Wirkungsweise besser kennenzulernen.

Neben der Messe findet wieder ein Fachvortragsprogramm statt. Experten werden aus Theorie und Praxis über Trends, Projekte und Erfahrungen berichten und auch die Aussteller kommen zu Wort. Reiner Priggen (MdL) wird beispielsweise einen Blick in die Zukunft werfen. Er fragt sich wie Wohnung und Mobilität in 20 Jahren aussehen werden. Andere Vorträge befassen sich mit Passivhäusern, mit Schimmelpilz, Fenstertausch, Elektrosmog, Sonnenenergie oder mit der Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen. Die Vorträge sind für Besucher kostenlos.

Im Rahmen der Energiespartage wird am Sonntag, 15. November, auch der Aachener Energiepreis der Stawag und der Stadt Aachen verliehen. Seit dem Frühjahr haben sich rund 30 Unternehmen, Institutionen, Schulen und Privatpersonen für den Preis beworben. Er wird verliehen für vorbildliche Projekte aus den Bereichen Gebäude, Mobilität und Technik und ist mit einem Preisgeld von insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Geöffnet ist die Messe am 13. und 14. November von 10 bis 18 Uhr. Am Sonntag, 15. November, öffnet das Eurogress wegen des Volkstrauertages erst um 13 Uhr.

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