Aachen: Energieeffizienz: CDU setzt auf Gütesiegel

Aachen: Energieeffizienz: CDU setzt auf Gütesiegel

Das SuperC hat es bereits, das Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Als erstes und einziges Gebäude der Stadt hat der Prestigebau von dem Zusammenschluss aus Architekten, Investoren und Ingenieuren somit seine hohe Qualität bescheinigt bekommen.

Als einziges, jedenfalls bislang. Denn die CDU-Fraktion würde gern sehen, wenn bei städtischen Bauvorhaben - insbesondere in Sachen Energieeffizienz - künftig ein roter Faden verfolgt würde. Was die DGNB nach erstem Eindruck von Maike Schlick, sachkundige Bürgerin im Planungsausschuss und CDU-Ratskandidatin für Burtscheid-Beverau, und OB-Kandidat Marcel Philipp gewährleistet.

„Mit dem Deutschen Gütesiegel Nachhaltiges Bauen ist ein Instrument zur Planung und umfassenden Bewertung von Objekten entwickelt worden, das sowohl optimal auf deutsche Bauvorgaben und Normen abgestimmt ist, als auch als Qualitätszeichen bei der Vermarktung von Immobilien eingesetzt werden kann”, heißt es im entsprechenden Ratsantrag, mit dem die Verwaltung beauftragt wird, sich näher mit der DGNB zu befassen.

Marcel Philipp glaubt, „dass das Label sehr viele Einzeldiskussionen erspart”. Schließlich deckt das Gütesiegel, das seinerseits durch Förderung vom Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung gewissermaßen zertifiziert ist, jeden denkbaren Bereich ab.

Beispiel SuperC: Das TH-Gebäude bekommt für seine Funktionalität und trotz der enormen Baukosten auch in Sachen Ökonomie ausgezeichnete Noten. Klare Mängel machten die Fachkundigen indes beim Bauprozess aus. Somit konnte das Gütesiegel auch „nur” in Bronze vergeben werden. Das Zertifikat in Gold bekamen bundesweit erst sechs Bauwerke.

Dafür, dass Goldbau Nummer sieben möglicherweise in Aachen entsteht, würde die DGNB selbst mit sorgen. Denn das Stuttgarter Unternehmen würde schon bei Planung und Bau eine beratende Funktion einnehmen.

„Die Kosten würden sich schnell amortisieren”, ist Maike Schlick überzeugt. „Gebäude ließen sich viel besser vermarkten. Betriebskosten sind für viele Unternehmen ein wesentlicher Faktor.”