Aachen: Endspurt fürs Bauen und Buddeln am Dom

Aachen : Endspurt fürs Bauen und Buddeln am Dom

Phänomenal! Super Aktion! Tolle Idee! Die Resonanz fällt rundum positiv aus, und Veranstalter sowie Ferienkinder zeigen sich gleichermaßen begeistert von den diesjährigen Aktionen auf dem Katschhof. Dort nageln die kleinen Baumeister derzeit die letzten bunten Latten an ihre Konstruktionen.

„Wir dürfen ganz frei entscheiden, wie wir sie anbringen“, erzählt die elfjährige Pauline aus Aachen. Und diese kreative Freiheit hat die Jungen und Mädchen offensichtlich ganz besonders begeistert.

Tolle Bauwerke sind auf dem Katschhof entstanden, und der Sandkasten war wieder sehr gefragt. Organisatoren und Kinder sind sehr zufrieden. Foto: Andreas Herrmann

Bürgermeister Marcel Philipp konnte aus seinem Büro im Rathaus verfolgen, wie die Bauarbeiten auf dem Katschhof vorangingen. Die Future-Lab-Sommeraktion sei Stadtgespräch, erzählt er. „Und ganz nebenbei werden den Kindern dabei wissenschaftliche Inhalte vermittelt“, ergänzt Jutta Göricke, Presseamt der Stadt Aachen.

Die dreiwöchigen Ferienspiele, die die Stadt in Zusammenarbeit mit der Bleiberger Fabrik und weiteren Partnern organisiert hat, gehen an diesem Wochenende zu Ende. Am Montag wird nicht nur der Archimedische Sandkasten wieder verschwinden, auch die Konstruktionen der Kinder und das Oktogon sowie die kleine Dombauhütte werden abgebaut. Das Oktogon wechselt zum Pausenhof des Kaiser-Karls-Gymnasiums, die Dachlatten werden in der Bleiberger Fabrik erst gestapelt und dann nach und nach verbraucht, der Sand kommt den städtischen Spielplätzen zugute, und das Spielzeug wird an die Aachener Kitas verschenkt. Ein absolut nachhaltiges Projekt also, und genau das war den Organisatoren laut Sibylle Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik, besonders wichtig.

Aachens Dombaumeister Helmut Maintz hat interessierte Kinder bei Führungen mit hinauf in den Dachstuhl des Doms genommen und zeigt sich beeindruckt von dem großen Interesse der kleinen Baumeister. „Sie haben sehr, sehr viele Fragen gestellt“, sagt Maintz. Nachdem die Kinder und Jugendlichen das ehrwürdige Vorbild ihrer Aktionen ausgiebig studiert hatten, konnten sie ihrer eigenen Kreativität und Phantasie beim Bau der Kreationen rund ums Oktogon auf dem Katschhof freien Lauf lassen. Dass diese begehbar waren, gefiel Sibylle Keupen besonders gut. Und je bunter sie wurden, umso spektakulärer das Ergebnis. „Viele Leute haben dort Fotos gemacht, und die Kinder hatten Spaß daran, immer wieder hindurchzurennen“, sagt sie.

Quarzsand wie im Dom

Dass ein „eigentlich sehr erhabener Ort auf diese Weise eine ganz neue Dimension“ bekam, gefällt Rolf Deubner,(Deubner Baumaschinen) ganz besonders gut. Seine Firma hat die Dachlatten spendiert und das offensichtlich sehr gerne. „Wir freuen uns, dabei zu sein“, sagt Deubner und ist überzeugt, dass dieses Projekt eine „künstlerische und kreative Ausstrahlung auf die ganze Stadt“ hat. Auch Eva Wußing (Stawag) ist begeistert. „Wir sind Feuer und Flamme für diese Aktion“, sagt sie. Und so hatte die Stawag Eimer, Schaufeln und Spielzeug für den Archimedischen Sandkasten spendiert.

Noch bis einschließlich Sonntag können die Kleinen dort buddeln, und ein paar hartgesottene Besucher tun das am Freitag selbst bei regnerischem Wetter. „Das bisschen Regen ist kein Problem“, sagt eine junge Mutter. „Leider habe ich es in diesem Jahr nur einmal geschafft, hierher zu kommen“, erzählt sie. Sie findet das Angebot vor allem deshalb so toll, weil man es mit Einkäufen und Erledigungen in der Stadt so wunderbar verbinden könne.

Und als Dombaumeister hat Helmut Maintz einen ganz besonderen Blick auf den Sand. „Es ist Quarzsand, und den finden wir im Dom in Form von Steinen wieder“, sagt er.

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