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Kita-Platz und Tagespflege: Eltern zahlen im August 25 Prozent weniger

Kita-Platz und Tagespflege : Eltern zahlen im August 25 Prozent weniger

Entlastung für die Eltern von Kindergartenkindern: Auch im Monat August wird in Aachen nicht der volle Elternbeitrag für die Betreuung in einer Kindertagesstätte oder bei einer Tagesmutter erhoben.

Wie die Stadt Aachen am Mittwoch mitgeteilt hat, wird der Elternbeitrag für die Betreuung in einer öffentlich geförderten Kindertagesstätte oder in der Kindertagespflege in Aachen im August um 25 Prozent gesenkt. Dies sei per Dringlichkeitsentscheidung beschlossen worden, hieß es. In Aachen werden nach Angaben der Verwaltung rund 7500 Kinder in einer Kita oder bei einer Tagesmutter betreut.

Derzeit ist die Stadt dabei, die Beitragsbescheide zu verschicken. „Wir hoffen, dass alle Familien ihren Bescheid zeitnah erhalten“, sagte Björn Gürtler vom städtischen Presseamt. Sollte das Land Nordrhein-Westfalen nachträglich entscheiden, sich an einer Elternbeitragsreduzierung im August zu beteiligen, werde man mögliche Erstattungen des Landes nachträglich an die Beitragspflichtigen weiterreichen.

Die Stadt begründet die Entlastung der Eltern im Monat August mit der Ferienzeit, notwendigen Umstellungen zu Beginn des neuen Schul- und Kindergartenjahres sowie der Umsetzung der neuen Elternbeitragssatzungen in Aachen. Ein Grund dürfte aber auch sein, dass in den Kitas weiterhin nur ein „eingeschränkter Regelbetrieb“ gilt und Betreuungsumfänge in den Einrichtungen deutlich reduziert wurden.

Für die Stadt wird die Absenkung der Elternbeiträge im August mit rund 225.000 Euro zu Buche schlagen. In den heftigen Corona-Monaten April und Mai waren die Elternbeiträge sogar komplett erlassen, für Juni und Juli halbiert worden. In den vier Monaten hatte die Stadt rund 1,34 Millionen Euro an Kita-Gebühren verloren.

Für die mehr als 5000 Kinder in der Offenen Ganztagsschule (OGS) an den Grundschulen bleibt es laut Stadt beim vollen Elternbeitrag, da „nach jetzigem Stand von einem Regelbetrieb inklusive einer regelhaften Ganztagsbetreuung auszugehen ist“. Sollte dies wider Erwarten anders sein, so würden die Beiträge analog der vorstehenden Regelungen nachträglich ebenfalls um 25 Prozent erlassen, heißt es.

(mg)