Aachen: Elisenbrunnen: Nun sind die Kameras weg

Aachen: Elisenbrunnen: Nun sind die Kameras weg

Abgeschaltet waren sie schon seit anderthalb Jahren. Am Dienstagmorgen sind die Videokameras der Polizei am Elisenbrunnen endgültig abmontiert worden. Damit endet am Elisenbrunnen ein Projekt, über das seinerzeit heftig gestritten worden war.

Im September 2008 hatte Polizeipräsident Klaus Oelze die Videoüberwachung eingerichtet. „Nach der Anzahl und Schwere der Delikte war der Elisenbrunnen damals ein Kriminalitätsschwerpunkt”, bilanziert Polizeisprecher Paul Kemen. „Nach dem Polizeigesetz konnte dort eine Videobeobachtung installiert werden.”

Die Zahl der Delikte sei in den Folgejahren dann deutlich zurückgegangen, so Kemen: „2010 war die Zahl der Fälle um die Hälfte reduziert.” Allein bei den Taschendiebstählen seien früher 25 bis 40 Delikte im Quartal registriert worden, im Jahr 2010 waren es weniger als zehn im Vierteljahr.

Seit September 2010 filmen die Kameras nicht mehr. „Und da der Elisenbrunnen auch weiterhin kein Kriminalitätsschwerpunkt ist, wird die Anlage jetzt abmontiert.”

Insgesamt bilanziert Kemen, konnten mit den Aufzeichnungen der Überwachungsanlage in 18 Fällen Straftaten aufgeklärt werden, meist Taschendiebstähle, Körperverletzungen oder Raubdelikte. Die Kameras werden jetzt bei der Polizei eingelagert.

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