Eintracht Verlautenheide ist erstmals Fußball-Stadtmeister in Aachen

4:1 im Finale gegen Vaalserquartier : Verlautenheide genießt die Premiere

Eintracht Verlautenheide sichert sich erstmals den Titel bei der Fußball-Stadtmeisterschaft. Im Finale setzen sich die Spieler von Trainer Dennis Buchholz am Sonntag mit 4:1 gegen Vaalserquartier durch.

Premiere bei der Fußball-Stadtmeisterschaft: Mit einem 4:1-Sieg im Finale über den FV Vaalserquartier hat sich Eintracht Verlautenheide erstmals den Titel geholt. Entsprechend groß war die Freude nach dem Schlusspfiff: „Wir waren noch nie in der Landesliga, noch nie Kreispokalsieger und noch nie Stadtmeister, das haben wir alles in den letzten drei Jahren geschafft. Wir genießen das und freuen uns riesig“, sagte Trainer Dennis Buchholz und zeigte sich stolz auf seine Mannschaft.

Doch nicht nur die neuen Champions jubelten am Sonntag. Auch die Gastgeber von Germania Freund freuten sich über einen guten Verlauf des zehntägigen Turniers. „Die Stimmung war mit einer kurzen Ausnahme durchweg gut. Würde man mich fragen, ob ich das Turnier im nächsten Jahr wieder ausrichten möchte, würde ich sofort mit Ja antworten“, machte Cheforganisator Andreas Clintgens eine durchweg positive Rechnung auf.

Dickes Lob aus Haaren

Mit der Ausnahme spricht Clintgens den Spielabbruch der Vorrundenpartie zwischen Rothe Erde und FV Haaren an. Dabei schied der FV trotz einer 2:0-Wertung des Spiels unglücklich aus. Umso mehr freute sich Andreas Clintgens über ein Lob der Haarener. „Wir haben uns gefühlt wie unter Freunden“, hieß es aus Kreisen des FV am Finaltag der 34. Aachener Fußball-Stadtmeisterschaft.

Der Besuch an der Birkenstraße war an fast allen Tagen sehr gut, die Umsätze fielen entsprechend aus. Die Unterstützung aus den eigenen Reihen war außergewöhnlich, die Veranstalter-Crew arbeitete über das ganze Turnier hervorragend zusammen und verbreitete gute Laune. „Wir sind als Verein wieder ein Stück zusammengerückt“, schmunzelte Clintgens auch im Rückblick auf den am vergangenen Samstag im Mitgliederkreis begangenen 100. Vereinsgeburtstag.

Im Finale zwischen Eintracht Verlautenheide und dem FV Vaalserquartier ging es von Beginn an heiß her. Und das lag nicht allein am herrlichen Wetter. Beide Mannschaften wollten den Titel unbedingt. Gleich nach drei Minuten klingelte es schon im Kasten von Vaalserquartier, ein Eigentor brachte Verlautenheide in Front. Das Spiel wogte auf gutem Niveau hin und her, die höherklassigen Spieler aus Verlautenheide konnten sich kein Übergewicht erarbeiten. Kurz vor der dringend nötigen Trinkpause konnte Valentin Wergen nach schönem Angriff für Vaalserquartier den Ausgleich erzielen, die Augenhöhe war wiederhergestellt.

In der zweiten Halbzeit klappten beide Mannschaften das Visier hoch, der Schlagabtausch wurde intensiver, blieb aber immer fair. Verlautenheide erarbeitete sich durch die höhere Spielgeschwindigkeit ein Übergewicht, folgerichtig fiel das 2:1 durch Oliver Fuß (58.), kurz danach konnte Onur Baslanti sogar auf 3:1 erhöhen. Nach dem 4:1 durch Lars Feuser war das Spiel entschieden, der verdiente Stadtmeister 2019 kommt aus Verlautenheide.

Im Finale geht es heiß her – was nicht allein am herrlichen Wetter liegt. Schließlich setzt sich Verlautenheide mit 4:1 gegen den FV Vaalserquartier durch. Foto: Kurt Bauer

Zuvor hatte sich Rhenania Richterich im „kleinen Finale“ gegen Blau-Weiß Aachen den dritten Platz gesichert. Beide Mannschaften waren in ihren Halbfinals relativ chancenlos gegen die favorisierten Gegner, nun konnte eines der beiden Teams noch aufs Podest vordringen. Der Spielverlauf unter der Leitung von Schiedsrichter Marco Weber von Gastgeber Germania Freund zeigte zunächst Vorteile für die Rhenania, der klassenhöhere A-Ligist hatte den Gegner im Griff. Das 1:0 in der 15. Minute durch Nicolas Chaves war entsprechend verdient, Richterich hatte gleich bei zwei Lattenschüssen Pech, das Ergebnis hätte deutlicher sein können. Mit zunehmender Spieldauer wussten die Aachener dann das Spiel offener zu gestalten und kreierten ihrerseits einige Chancen. So war das 1:1 durch Bulut Unit Cagatay nicht unverdient, das Spiel war zur Halbzeit wieder offen. Die zweite Hälfte verlief ausgeglichen, Blau-Weiß musste aufgrund Personalmangels und wegen Verletzung zeitweise in Unterzahl agieren, dezimierte sich dann durch eine gelb-rote Karte noch selbst und geriet kurz vor Schluss auf die Verliererstraße. Tim Kraghorn erzielte das verdiente 2:1 für Richterich, der erste Sieger des Tages stand fest.

Andreas Kreitz, Vertreter des Hauptsponsors Sparkasse Aachen, zog am Ende des Tages ebenfalls ein tolles Fazit. „Die Sparkasse steht voll hinter dem Ehrenamt und den Menschen, die sich engagieren. Deshalb steht außer Frage, dass wir gerne als Sponsor bei der Stadtmeisterschaft auftreten und zum Gelingen des Turniers beitragen“, schilderte er die langjährige Motivation seines Arbeitgebers. An der Birkenstraße folgt nun das große Aufräumen, dann werden die Füße hochgelegt. Aber Spaß gemacht hat es allen.

Mehr von Aachener Nachrichten