Aachen: „Eine Sommernacht“ im Das Da Theater

Aachen : „Eine Sommernacht“ im Das Da Theater

Zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen in einer Weinbar aufeinander und verbringen die Nacht zusammen. Doch obwohl sie das zunächst glauben, bleibt es nicht bei diesem „One-Night-Stand.“ Die Geschichte der erfolgreichen Scheidungsanwältin Helen und des Kleinkriminellen Bob geht weiter.

Das Ganze spielt in einem Parkhaus mit angegliederter Werkstatt in Edinburgh. Auf der Bühne stehen zerteilte Fahrzeuge, die zum Schauplatz werden, und es riecht sogar ein bisschen nach Arbeit. „Dabei sieht das Original von David Greigs ‚Eine Sommernacht‘ ganz viele verschiedene Schauplätze in Edinburgh vor“, sagt Tom Hirtz, verantwortlich für die Inszenierung. Doch das Das Da Theater reduziert alles auf das Parkhaus. Nur das Szenario bleibt, wie es ist.

Bob und Helen erzählen zum einen, zum anderen steigen sie selbst ins Schauspiel ein. Musik ist schon ein Bestandteil des Originals, doch darüber hinaus singen Helen und Bob auch bekannte Stücke wie beispielsweise „Fever“. Dass das Theater Regina Winter für die Rolle der Helen verpflichten konnte, empfindet Hirtz als großes Glück. Denn es sei keine Selbstverständlichkeit, eine so großartige Sängerin zu finden.

Was Tobias Steffen (Bob) betrifft, so habe man bereits gewusst, was man an ihm habe. Ein perfektes Paar also, das da auf der Bühne steht und auch schon mal vor den Augen des Publikums in andere Rollen schlüpft. Laut Choreographin Heike Sievert müssen zwei Leute „alles bedienen“. Ihr war es wichtig, dass das Spiel in der Musik weitergeht. Der jeweilige Song steht also nicht allein, sondern soll die Handlung voranbringen. „Eine große Herausforderung, die die Schauspieler aber hervorragend meistern“, meint Sievert.

Und damit der musikalische Teil des Stücks nicht zu eintönig wird, gibt es neben der im Original vorgesehenen Gitarre auch noch eine ganze Reihe weiterer Instrumente, die nach und nach zum Tragen kommen. „Eine Sommernacht“ von Daniel Greig erlaubt laut Hirtz viele Interpretationen. „Der Text kommt an einem Stück und muss erst den jeweiligen Personen zugeordnet werden“, sagt er. Ihn fasziniert vor allem auch die Leichtigkeit des Stücks, das seiner Meinung nach ein aktuelles Bild der Gesellschaft zeichnet und dazu einlädt, über moralische und ethische Fragen nachzudenken.

„Eine Sommernacht“ wurde 2008 uraufgeführt und ist seitdem immer wieder gespielt worden. Die Musik stammt von Gordon McIntyre, und der Autor David Greig gehört seit den 1990er Jahren zu den erfolgreichsten britischen Dramatikern. Die Premiere von „Eine Sommernacht“ am 16. März im Das Da Theater an der Liebigstraße ist ebenso wie viele weitere Vorstellungen bereits ausverkauft. Aktuelle Kartenstände können unter www.dasda.de/termine abgerufen werden. Sollte über die bislang angegeben Termine hinaus noch Nachfrage bestehen, so werden laut Hirtz weitere Vorstellungen angesetzt.

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