Aachen: Eine neue Werkstatt soll der Feuerwehr die Arbeit erleichtern

Aachen : Eine neue Werkstatt soll der Feuerwehr die Arbeit erleichtern

Noch vor Beginn der eigentlichen Sanierung der Hauptfeuerwache an der Stolberger Straße will die schwarz-rote Koalition das nächste große Projekt für die Feuerwehr auf den Weg bringen. Die alte Werkstatt auf dem Hof des Geländes soll spätestens 2017 einem Neubau weichen und dann ebenfalls modernsten Ansprüchen genügen.

Die chronisch klamme Stadt wird dafür mindestens weitere acht Millionen Euro aufbringen müssen.

Anders als die Hauptwache ist die hintenliegende Werkstatt nicht denkmalgeschützt. So gehen die Planer dort inzwischen nicht mehr von einer Sanierung und Aufstockung des Gebäudes, sondern von einem Abriss und einem Neubau aus. Damit können dann auch technisch notwendige und neue Anforderungen — etwa hinsichtlich der Fahrzeugdesinfektion — erfüllt werden, sagt Feuerwehrchef Jürgen Wolff.

Vor allem aber sollen in Zukunft die verschiedenen über das Stadtgebiet verteilten Werkstattbereiche an der Stolberger Straße zusammengeführt werden. Damit würde die Berufsfeuerwehr wieder eine „vernünftige Arbeitsumgebung“ erhalten, ist der CDU-Feuerwehrexperte Ferdinand Corsten überzeugt. Seine Kollegin auf Seiten der SPD, Heike Wolf, geht davon aus, dass so die Instandsetzungs- und Vorbereitungsarbeiten gebündelt werden können. Dies diene der professionellen Arbeit der Feuerwehrkräfte und der Sicherheit der Aachener.

In dem alten Bau ist derzeit nur Platz für die Kfz-Werkstatt, andere Werkstattbereiche sind in Containern oder in der Wache Nord untergebracht. In dem neuen Werkstattgebäude sollen in Zukunft auch die Desinfektionsarbeiten an Fahrzeugen, Arbeitsmaterialien und der Bekleidung vorgenommen werden, darüber hinaus können dort künftig auch Aus- und Fortbildungsmaßnahmen in den Bereichen Kfz- und Nachrichtentechnik vorgenommen werden.

Die Kosten sind nach jetzigem Stand mit rund acht Millionen Euro veranschlagt. Baubeginn sollte möglichst gleich nach Fertigstellung der Hauptwache im Jahr 2017 sein, meinen Corsten und Wolf. „Wir wollen es so zügig wie möglich.“ Vieles wird allerdings von der Haushaltslage der Stadt abhängen. „Ich fände es schön, wenn wir die neue Werkstatt vor 2020 nutzen könnten“, formuliert es dementsprechend vorsichtig der für die Feuerwehr verantwortliche Dezernent Lothar Barth.

Aktuell laufen an der Hauptwache die Vorbereitungsarbeiten für die grundlegende Sanierung des denkmalgeschützten Betonbaus. Alleine für diesen Umbau sind rund 13,5 Millionen Euro kalkuliert. Für die Zeit des Umbaus residiert die Berufsfeuerwehr in provisorischen Räumen auf dem Gelände der Spedition Hammer auf der Hüls