Aachen: Eine Mischung aus Jazz und Weltmusik

Aachen: Eine Mischung aus Jazz und Weltmusik

Christoph Erbstösser ist ein Zauberer an den Tasten. Gemeinsam mit Mike Armoogum am Bass und Sonny Troupé am Schlagzeug sorgt er für unnachahmliche Klangerlebnisse. Kein Wunder also, dass die Drei als Christian- Erbstösser-Trio Weltruf genießen.

Umso größer war die Vorfreude auf ihren Auftritt in der Klangbrücke im Rahmen des „In Front - Musik und Heute”-Festivals.

Veranstaltet wird das Festival zum zehnten Mal von der Gesellschaft für Zeitgenössische Musik (GZM) Aachen. Am dritten Konzertabend begeisterte der Weltenbummler und gebürtige Würselener Erbstösser sein Publikum. Seine beiden Kollegen hat er in Paris kennengelernt. Bei einer Jamsession in einem Jazzkeller der französischen Hauptstadt traf Erbstösser 2010 auf Bassist Mike Ar­moogum und im Nu war ein gemeinsamer „Groove” gefunden. Armoogum, der aus Mauritius stammt, schlug den jungen Schlagzeuger Sonny Troupé aus Guadeloupe als dritten Mann vor - fertig war das Trio.

Christoph Erbstösser verließ seine Heimat in den 1980er Jahren, um in Hilversum zu studieren. Schnell etablierte er sich zu einem gefragten Pianisten in den Niederlanden, Belgien und Frankreich. Seit 2006 lebt er in Paris und ist mit einer Französin verheiratet.

Zusammen spielen der Pianist und Keyboarder Erbstösser und die beiden afrikanischen Musiker eine individuelle Mixtur aus Jazz und Weltmusik mit afrikanischen Rhythmen und dem Soul des Blues. Seit Neuestem setzen sie auch gerne auf elektronische, sphärische Klänge, die dem Ganzen das gewisse Etwas verleihen. Diese moderne Mischung passt zum „In Front”-Festival, das den Aachenern „Neue Musik” im intimen Ambiente der Klangbrücke präsentiert. „Mit dem Festivalstart sind wir sehr zufrieden, die ersten drei Abende waren ein großer Erfolg”, zog Werner Hüsgen, Vorsitzender des künstlerischen Beirates der GZM, ein erstes Fazit.

Aushängeschild fürs Festival

Am Freitag, 14. Oktober, geht es weiter mit dem deutsch-belgisch-niederländischen Daniel-Damen-Quartett. Am Samstag, 15. Oktober, hat das rumänische Trio Contraste seinen Auftritt. „Contraste ist ein Aushängeschild für Rumänien und für unser Festival”, freut sich der GZM-Vorsitzende Hans-Walter Staudte. Für den Abschluss sorgt am Sonntag, 16. Oktober, die Gruppe „Retroviseur”.

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