Aachen: Eine künstlerische wertvolle Kooperation von BBK und Kulturwerk

Aachen : Eine künstlerische wertvolle Kooperation von BBK und Kulturwerk

Ein Update ihrer Beziehung geben sich der BBK und das Kulturwerk mit ihrer gemeinsamen Ausstellung von 17 Künstlern beider Organisationen. So soll in Zukunft der BBK in den Räumen des Kulturwerks häufiger ausstellen dürfen, und generell möchte man mehr kooperieren.

„Immerhin ist das Kulturwerk ein Kind des BBK“, sagt BBK-Vorstandsmitglied Dirk Schulte, „und wir wollen gemeinsam nach vorn“. Trotz des Aufbruchsgeists gibt es nur wenige neue Bilder zu sehen, die meisten Arbeiten sind bekannt, bereits mehrfach ausgestellt worden und zeigen die unverwechselbare Handschrift der einzelnen Künstler.

Strittig diskutiert wurde ein riesiges Foto, offensichtlich aus einem OP-Saal, das im Großformat einen Griff in einen aufgeschnittenen menschlichen Körper zeigt. Das Foto, das medizinische Realität zum Kunstwerk macht und für lebhafte Auseinandersetzung sorgt, stammt von dem Aachener Künstler Spell. Gleich daneben hängt eine Arbeit von Karl von Monschau, der mit einem zutiefst dunkelvioletten Rechteck in einer pastellfarbenen Szenerie Anspielungen in Richtung schwarzes Quadrat macht.

Politisch und ironisch

Einen verlassenen Raum malte Helga Palmisano, der laut Schulte Symbolwirkung besitzt und die offenen Gestaltungsmöglichkeiten der neuen Kooperation darstellt. Viorel Chirea, in Aachen vor allem durch seine Autobahnbilder bekannt, hängte ein funkelnagelneues, meisterliches Interieurbild aus, das unter dem Titel „Stillstand“ gediegene klassische Komposition mit moderner Malerei verbindet.

Mit von der Partie ist auch Fritz Rohde, der vor allem im Kulturbahnhof in Herzogenrath tätig ist — er brachte ein großformatiges, dramatisches Gemälde namens „Wetterwechsel“ mit. Vorsitzende Annely Kall hängte gleich zwei große, bekannte Arbeiten, während Dirk Schulte sich unter anderem in einem seiner „Erzählbilder“ mit dem Whistleblower Snowden beschäftigt und ein „Urwaldhandy“ zeigt.

„Bilder gehauen“ hat Bernd Schartmann, Maler und Bildhauer, indem er mit Werkzeugen für die Holzbildhauerei flache Holzplatten bearbeitet, zu Bildern gestaltet und anschließend in Blau- und Türkistönen bemalt hat. Funkelnagelneu, politisch und ironisch zugleich gibt sich eine Wandinstallation von Eugen Rother, die mit Hölzern und Blümchentapete dem neuen Heimatministerium gewidmet ist.

So bekannt die meisten Bilder auch sind, so gelungen und diskussionsfördernd ist die Ausstellung insgesamt. Sie hängt noch bis zum 2. Juni in den Aachen Arkaden, Trierer Straße 1, und kann montags bis samstags von 13 bis 19 Uhr besichtigt werden.

Mehr von Aachener Nachrichten