Aachen: Ein Tanzwettbewerb mit viel Zauberei

Aachen: Ein Tanzwettbewerb mit viel Zauberei

Was macht eine ordentliche Hexe in der Walpurgisnacht? Na klar: Am Tanzwettbewerb auf dem Blocksberg teilnehmen. Natürlich wollte auch die „kleine Hexe” das Tanzbein schwingen. Also flog sie auf ihrem Besen schnurstracks zum Tanz.

Bei der Premiere der Inszenierung des Aachener Heimattheaters (AHT) Bühnenfreunde 1947 drehte sich am vergangenen Sonntag alles um die zauberhafte Hexenwelt. Frei nach dem Kinderbuch „Die kleine Hexe” schrieb Spielleiter Bernd Dreyer ein Bühnenstück, das kleinen und großen Märchenfreunden einen magischen Nachmittag bescherte.

Und spannend wurde es auch: Denn eigentlich darf die kleine Hexe noch gar nicht am Tanzwettbewerb teilnehmen. Denn mit ihren 127 Jahren ist sie noch viel zu jung. Der Hase Hoppulus und der Igel Stachulus erklärten den Zuschauern, dass nur Hexen, die mindestens 1000 Jahre alt sind und richtig zaubern können, teilnehmen dürfen.

Flotter Gazellen-Rap

Da die kleine Hexe noch lange nicht so weit ist, drohten die anderen Hexen sie zu verbrennen oder zu vierteilen. Doch das hielt die kleine Hexe nicht ab. Und zunächst fiel sie beim flotten Gazellen-Rap und beim langsamen Schnecken-Walzer zwischen der Kräuterhexe, der Knusperhexe und der Windhexe auch gar nicht auf. Doch ihre Erzfeindin, die „Muhme Rupumpel” sah sie beim Tanz und verpetzte sie auch gleich bei der Oberhexe Makrele von Krötenstein. Zur Strafe nahm die Oberhexe ihr den Besen weg. Und so musste sie den 1200 Krötensprünge langen Heimweg in den Lärchenwald zu Fuß antreten.

Doch eins stellte die Herrscherin über das Hexenreich noch in Aussicht: Wenn die kleine Hexe sich ein Jahr lang wie ein gute Hexe benimmt und eine Zauberprüfung besteht, dann darf sie im nächsten Jahr mittanzen. So half sie Menschen, die in Not waren. Und dabei funktionierten plötzlich auch ihre Zaubersprüche.

Ziel der 32 Schauspieler des AHT ist es, „junge Menschen an das Theater heranzuführen”. Zum einen sollen die jungen Zuschauer das „kulturelle Erlebnis” schätzen lernen. Aber auch auf der Bühne machen zwölf Kinder ihre ersten Schritte im Scheinwerferlicht. Mit dieser Jugendförderung wolle das AHT zum einen für Nachwuchs im Verein sorgen, erklärt der Vorsitzender Rolf Bresser. „Außerdem wollen wir den Kindern zeigen, dass es noch andere Dinge gibt, als die mediale Flut, die sie umgibt.”

Karten nur noch für die Aufführung in Alsdorf

Die weiteren Aufführungen in Aachen sind restlos ausverkauft. Karten gibt es noch für die Vorstellung am Sonntag, 11. Dezember, 15 Uhr, in der Alsdorfer Stadthalle. Dort ist auch der Kartenvorverkauf.

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