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„Poschweck“-Spende: Ein süßes Signal gegen den Pandemie-Frust

„Poschweck“-Spende : Ein süßes Signal gegen den Pandemie-Frust

Die Hospizstiftung Region Aachen braucht auch in der Krise Unterstützung. Aber Corona macht nicht nur Probleme, sondern auch erfinderisch. Die traditionelle „Poschweck“-Spende ist ein Beispiel.

Was bringt eine Benefizaktion, die nicht stattfindet? Und kann man Werbung für eine gute Sache machen, ohne direkt an die Öffentlichkeit zu treten? Antwort eins: ja. Und Antwort zwei: ja. Corona macht nicht nur riesige Probleme, sondern auch erfinderisch.

„Auch nach Corona werden wir noch Spenden brauchen“, sagt Bernd Claßen. Der ist Vorstandsmitglied der Hospizstiftung Region Aachen und weiß um den großen Unterstützungsbedarf für die beiden Aachener Hospize Haus Hörn und das Hospiz am Iterbach. Umso glücklicher ist Bernd Claßen, dass jetzt doch eine Spende auf das Konto der Stiftung eingegangen ist. 4000 Euro zahlte jetzt die Firma Nobis ein, die aus dem eigentlich schon traditionellen Poschweck-Verkauf stammen. Einem Verkauf, der sonst immer rund um Ostern stattfindet – wenn nicht pandemiebedingt massenverdächtige Verkäufe gestoppt sind.

Verschiedene Aktionen

Michael Nobis unterstützt die Aktionen der Hospizstiftung schon länger und ist seit einiger Zeit selbst Mitglied des Kuratoriums, das sich verpflichtet hat, den Bau am Iterbach mit einer ordentlichen Summe zu unterstützen. Dies funktioniert über verschiedene Aktionen, wie zum Beispiel den Poschweck-Verkauf rund um Ostern. „Statt des öffentlichen Aktionsverkaufs auf dem Münsterplatz haben wir die süßen Stücke mit einem speziellen Siegel versehen und in allen 40 Filialen angeboten“, berichtet der Aachener Traditionsbäcker. Um die Kunden zusätzlich über die Hospizidee, die in Aachen wegweisend vorangetrieben wird, zu informieren, gab es zusätzlich Info-Flyer.

Was Claßen und Nobis aber genauso wichtig ist wie die Spendensumme, ist das Signal, dass man auch in Corona-Zeiten Themen voranbringen kann.

Kreativität entwickeln

„Man muss Kreativität entwickeln und vielleicht neue Formen finden“, unterstreichen die beiden Förderer. Sie wollen sich in ihrem Engagement nicht von Corona ausbremsen lassen. Da Großveranstaltungen erstmal keine Perspektive hätten, müsse man jetzt neue Wege finden. „Die Herausforderungen bleiben.
Vergesst bitte die Hospizstiftung nicht“, appelliert Bernd Claßen. Mit ein wenig Kreativität ließen sich auch jetzt Ideen verwirklichen.