Ein subjektiver Rückblick aufs Jahr 2018 in Aachen

Unsere Themen des Jahres 2018 : Wo werden wir wohnen?

Die Lokalredaktion der Aachener Nachrichten blickt auf das Jahr 2018 zurück und hat ganz subjektiv ihre schönsten, wichtigsten oder bemerkenswertesten Momente und Entwicklungen aufgeschrieben. Hier: der Wohnungsmarkt.

„Kampagne für bezahlbares Wohnen“, „Stadt will mehr Sozialwohnungen“, „Wie lässt sich die Wohnungsnot lindern?“: Das sind nur drei der Schlagzeilen, die in diesem Jahr zum Thema Wohnungsmarkt in unserer Zeitung standen. Man fühlt sich versetzt in Großstädte wie Berlin, München und Frankfurt, wo horrende Summen für Ablösungen, alte Küchen und renovierungsbedürftige Wohnungen gezahlt werden müssen, nur damit man überhaupt eine bekommt.

Es soll Menschen geben, die dafür einen Kredit aufnehmen. Die meist günstige Küche, die sie teuer abgekauft haben, können sie vorm Einzug dann auch gleich abbauen und entsorgen. Geld, das man sicher anders hätte investieren können. In Aachen ist die Lage nicht ganz so angespannt wie in diesen Großstädten. Doch Wohnraum für junge Familien, Menschen mit kleinem Budget und solche, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, gibt es ganz eindeutig nicht genug. Und wer langfristig investieren möchte, muss Geduld und ein dickes Portemonnaie mitbringen.

Eigentum in der Stadt zu erwerben, ist für die Allermeisten in weite Ferne gerückt. Kein Wunder, dass der Trend, aufs Land zu ziehen, anhält. Wer nicht bereit ist, in ein kleines, renovierungsbedürftiges Haus in Stadtnähe viele Hunderttausende Euro zu stecken, schaut wohl besser im Umland nach Alternativen. Und die kann man dort auch finden. Vor allem im Kreis Düren, wo die Gebühren für Kindergartenplätze entfallen.

Der Wohnraum in Aachen wird immer teurer. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Frank Rumpenhorst

Und wer dann noch durch die Aachener Innenstadt spaziert und den vielen Leerstand sieht, kommt ins Grübeln. Ist ein leeres Gebäude besser als eines, in dem Familien wohnen können? Werden wirklich mehr Hotels und Shoppingzentren als Wohnungen benötigt? Für das Jahr 2019 wäre es schön, wenn aus den anfangs erwähnten Schlagzeilen Ideen wachsen – und das Wohnen in Aachen und Umgebung für mehr Menschen möglich wird.

Die anderen Themen des Jahres 2018:

Fastelovvend am Flughafen

Harte Zeiten für Bäume

Warte nur ein Weilchen

Politik auf der Straße

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