Aachen: Ein starkes Stück Aachen feiert

Aachen: Ein starkes Stück Aachen feiert

Er war Prinz Karneval, spielte an der Seite von Reinhold Münzenberg bei der Alemannia, schuf Bauten wie den Wasserturm Belvedere oder das Boxemönster - ein starkes Stück Aachen feiert am Samstag seinen 80. Geburtstag: Julius M. Peters, genannt „Jules”.

Mit einem Augenzwinkern bezeichnet sich der Jubilar heute als „Ersatzteillager erster Klasse” und verweist auf diverse Operationen und Krankheiten. Dennoch vermittelt er Lebensfreude pur: Als leidenschaftlicher Autofahrer pendelt der Senior zwischen München, der Heimat seiner Frau Gitti, und „seinem” Aachen, wo Peters ungezählte Akzente setzte.

Bis 1997 führte der passionierte Jäger das 107 Jahre alt gewordene Bauunternehmen „Martin Peters”, er stand der Bauinnung Aachen Stadt und Land fast 20 Jahre vor und wurde 1991 zum Ehrenobermeister ernannt. 17 Jahre lang fungierte der „geradeaus redende” CDU-Mann als Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Aachen Stadt und Land. Er prägte die Marktzeile zwischen Haus Löwenstein und Kockerellstraße, ist seit 70 Jahren Mitglied bei Alemannia - mehr Aachen geht nicht.

Was auch auf seine karnevalistische Karriere zutrifft: Als 23-Jähriger wurde Jules Peters erster Studentenprinz nach 1936. Später war er als Büttenredner aktiv. Das war noch zu jener Zeit, in der der Vollblut-Unternehmer mit seiner ersten, früh verstorbenen Ehefrau Erika zusammenlebte - der ersten deutschen Fernsehansagerin. Aus dieser Ehe gingen seine Kinder Michaela und Martin hervor. Schließlich schwang sich Jules Peters von 1984 bis 1987 auf den Präsidentenstuhl des AKV, kürte in dieser Zeit Johannes Rau, Norbert Blüm und August Everding zu Rittern.

Gewerbepark ABH

Beim Pendeln zwischen München und Aachen steuert er regelmäßig die Heimat seiner Bauunternehmung an - die Jülicher Straße. Dort siedelte Peters vor acht Jahren den Gewerbepark ABH an. Ferner kümmert er sich aktiv um die Organisation „Tiere suchen ein Zuhause” sowie um den Aachener Dom, die anlässlich seines Geburtstages jeweils 10.000 Euro erhielten. Er tut Gutes und redet darüber. Wer will es ihm bei so viel Einsatz für seine Heimatstadt verdenken.

Mehr von Aachener Nachrichten