Aachen: Ein Spielplatz, der nicht nur Kindern gefällt

Aachen : Ein Spielplatz, der nicht nur Kindern gefällt

Geheimtipps in Aachen kann Heiko Wätjen gleich mehrere nennen. Die meisten haben etwas mit Musik zu tun, was nicht weiter verwundert, doch der Sänger und Bassist des Lagerfeuer Trios kennt noch einen weiteren geheimen Lieblingsort — und das könnte schon ein wenig verwundern.

Es ist nämlich ein Spielplatz — genauer der Spielplatz in der Luisenstraße/Ecke Brabantstraße. Doch Heiko Wätjen ist eben nicht nur Musiker, Heiko Wätjen ist auch Papa, und da lernt man allerlei Spielplätze in und um Aachen herum kennen und schätzen, erklärt der 36-Jährige.

Der Spielplatz an der Luisenstraße liegt in der unmittelbaren Nachbarschaft des Musikers, ihn zu entdecken fiel also nicht sonderlich schwer. Schon kurz nach dem Umzug ins Viertel am Schwedenpark vor gut fünf Jahren seien er und seine Frau auf den Spielplatz aufmerksam geworden. „Der wurde dann schnell unsere Standardanlaufstelle“, sagt Heiko Wätjen lächelnd, der an dem Kinderspielplatz besonders seine Größe von 5700 Quadratmetern schätzt.

Nie richtig voll

Das Terrain erstreckt sich in der Tat sehr weitläufig und bietet viel Platz für Sandkasten, Schaukel, Wippe, Rutsche und Klettergerüst. Davon gibt es gleich mehrere — manche neueren und manche auch älteren Baujahrs. „Das ist wirklich super, auch wenn hier viel los ist, hat man nicht das Gefühl, dass es zu voll ist. Es verläuft sich ganz gut“, sagt Wätjen, der mit seinen Kindern gerne nachmittags den Spielplatz aufsucht.

Es gibt zwar Bäume und viel Grün, doch die Pflanzen können vormittags nicht so viel Schatten spenden, da gebe es in den späteren Stunden des Tages deutlich mehr schattige Ecken, erklärt Wätjen.

Besondere Momente

Ein weiterer Aspekt, der dem jungen Familienvater gefällt, ist die Anordnung der Spielgeräte. „Auch wenn das Gelände großzügig ist, man hat trotzdem einen guten Überblick, der Große kann auf ‚seinen‘ Geräten spielen, während ich mit der Kleinen im Sandkasten oder an der Schaukel bin.“ Oder auf einer der vielen Bänke, auf denen er hin und wieder entspannt sitzt und den beiden nur zuschaut. Das seien für Eltern von zwei kleinen Kindern immer besondere Momente, weil es davon nicht so viele am Tag gebe, meint der Musiker lächelnd.

Aber auf dem Spielplatz sind schon einige besondere Momente für den Vater zusammengekommen, immer dann, wenn er beobachten konnte, wie sich seine Kinder entwickelt haben, plötzlich an dem Klettergerüst eine Sprosse mehr schafften, was ein paar Tage vorher noch nicht klappte, oder auf einmal ohne Hilfe die Rutsche erobern konnten. „Das kann man Schritt für Schritt verfolgen und das prägt sich unglaublich ins Gedächtnis ein“, sagt er.

Den Spielplatz an der Luisenstraße kann er anderen Eltern nur empfehlen. „Den hat man einfach nicht auf dem Schirm. Das hier ist kein Viertel, durch das man einfach mal durchfährt, den entdeckt man nicht zufällig.“ Natürlich liegt der Spielplatz mitten in der Stadt und an manchen Stellen versprüht er einen eher urbanen Charme, was an den Graffiti liegt, die so mancher Sprayer besonders an den älteren Geräten hinterlassen hat, dennoch könne sich ein Ausflug in die Luisenstraße lohnen, findet Wätjen.

Die meisten Spielgeräte sind neu, es gibt genug Auswahl für junge und ältere Kinder und eben richtig viel Platz.

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